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Geburtstagsständchen im Schauspielhaus

Polizeichor wird 85

85 Jahre alt und noch ganz schön rüstig: Der Polizeichor Bochum feierte am Sonntag sein Jubiläum mit einem abwechslungsreichen Konzert. Besonders beeindruckten die Soli von Riccardo Mancini.

BOCHUM

von Von Nathalie Arendt

, 04.06.2012
Geburtstagsständchen im Schauspielhaus

Mit Humor und musikalischen Köstlichkeiten feierte der Polizeichor Bochum am Sonntag im Schauspielhaus sein 85-jähriges Bestehen. Getreu dem Motto „Musik à la Carte“ stand das Jubiläumskonzert. Unter der Leitung von Hans Bruhn brachte der 39-köpfige Männerchor das Publikum mit Hits wie „Aber bitte mit Sahne“, „Griechischer Wein und „Currywurst“ zum Lachen und Klatschen.

Ein Highlight war sicherlich „Der Hahn von Onkel Giacometo“, bei dem laut gegackert und kikerikiet wurde. Als Meisterkoch verkleidet stellte sich Solist Riccardo Mancini vor. In Mütze und Kittel schmetterte er die „Mattinata“. Auch so sorgte der Italiener für gute Stimmung unter den rund 600 Zuschauern. Nach dem er Kochgarderobe gegen Anzug getauscht hat, heißt es „Sieht besser aus, ne?“ Außerdem gab es Witze über Berlusconi und eine Version von Sinatras „My way“ mit den Stimmen von Dean Martin, Elvis und Tom Jones. Für sein Konzert geprobt hat der Polizeichor schon seit Anfang des Jahres. Vorsitzender Günther Repovs hat dabei die Organisation übernommen und weiß, warum der Chor allen Mitgliedern so wichtig ist: „Der Chor ist wie eine große Familie. Hier findet man Entspannung, vergisst die Alltagssorgen und schließt Freundschaften.“ Sänger Walter Fischer ist mit 82 Jahren der, mit der längsten Mitgliedschaft. Er hat nach dem Krieg geholfen, den Chor wieder aufzubauen.

„Das war nicht leicht aber wir haben lange die Werbetrommel gerührt. Aber es musste ja klappen. Im Ruhrgebiet wird schließlich schon immer gerne gesungen“, erinnert er sich. Leider fehlt dem Chor der Nachwuchs. Zwar ist vor acht Wochen der 20-jährige Patrick Schumacher beigetreten und fühlt „sich sehr wohl“ , auf Dauer müssen aber mehr junge Leute her. Und die müssen auch keine Polizeibeamten sein, sondern jeder ist willkommen. Drei Zugaben gab es am Ende, darunter „Ich war noch niemals in New York“. Danach wurden die Männer mit frenetischen Applaus gefeiert.