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Gedämpfte Wolfsburger Freude über 4:1 gegen Köln

Wolfsburg. Der VfL Wolfsburg muss erneut in die Relegation. Das 4:1 gegen einen ganz schwachen 1. FC Köln reichte nicht zur direkten Rettung. Am Donnerstag und Pfingstmontag kämpft der VW-Club gegen den Zweitliga-Dritten Kiel gegen den ersten Bundesliga-Abstieg.

Gedämpfte Wolfsburger Freude über 4:1 gegen Köln

Wolfsburgs Kicker bejubeln das Tor zum 2:1. Foto: Peter Steffen

Und wieder zwei Spiele Zittern. Der Jubel beim VfL Wolfsburg über das deutliche 4:1 (1:1) gegen einen kaum Gegenwehr leistenden 1. FC Köln fiel gedämpft aus. Der Volkswagen-Club muss trotz des ersten Heimsieges im Jahr 2018 nach seiner schlechtesten Bundesliga-Saison überhaupt wie im Vorjahr in die Relegation. „Das macht nie Spaß“, sagte Abwehrspieler Robin Knoche, der das vorentscheidende 3:1 (71. Minute) am letzten Spieltag gegen einen ganz schwachen Tabellenletzten erzielt hatte.

Köln stand zuvor bereits als Absteiger fest. Da sich Freiburg durch ein 2:0 gegen Augsburg direkt rettete, blieb Wolfsburg trotz des Kantersieges Drittletzter und spielt nun am Donnerstag und Pfingstmontag gegen Holstein Kiel um den letzten Platz in der Fußball-Bundesliga. „Ich weiß, was uns jetzt da erwartet“, sagte VfL-Coach Bruno Labbadia, der seinen ersten Heimsieg seit seinem Amtsantritt in Wolfsburg im Februar erlebte. „Das, was wir erledigen mussten, haben wir getan. Jetzt geht der Fokus direkt auf Donnerstag.“

Schon im vergangenen Jahr hatte sich der Meister von 2009 und Pokalsieger von 2015 erst in der Relegation durch zwei 1:0-Siege gegen Eintracht Braunschweig gerettet. Labbadia hatte sich 2015 zudem mit dem Hamburger SV gegen den Karlsruher SC durchgesetzt. Diesmal erwischte es den HSV trotz des 2:1-Sieges gegen Borussia Mönchengladbach doch - weil Wolfsburg nach weiteren Toren von Josuha Guilavogui (1.), Divock Origi (54.) und Josip Brekalo (90.+1) der erste Sieg seit über einem Monat gelang. Für Absteiger Köln traf lediglich Nationalspieler Jonas Hector (32.).

„Eine Art Teilfreude“ erlebte Knoche anschließend. Das Erlebnis Relegation hätte sich der VfL gerne erspart. „Das wird ein hartes Stück Arbeit“, meinte Knoche. Gegen den FC war es das nicht.

Nicht vorhandenes Abwehrverhalten der Rheinländer ermöglichte Guilavogui die frühe und scheinbar beruhigende Führung. Das Wolfsburger Nervenflattern begann, nachdem Hector mit feiner Technik ein Traumtor zum überraschenden Ausgleich gelang.

„Dann haben die Wolfsburger unsere Fehler eiskalt ausgenutzt“, sagte Kölns Trainer Stefan Ruthenbeck, der zur neuen Zweitliga-Saison durch Kiels aktuellen Coach Markus Anfang ersetzt wird. Von diesen Fehlern gab es einige. Bei der erneuten Führung standen die FC-Spieler wieder nur Spalier. Zwanzig Minuten vor Ende köpfte Knoche nach einem Freistoß ins Netz. In der Nachspielzeit erhöhte Brekalo noch zum Endstand. „Dass wir auch mal vier Tore geschossen haben, tut uns gut“, sagte Labbadia, der allerdings mit personellen Sorgen in das Heimspiel am Donnerstag gegen Kiel geht.

Kapitän Paul Verhaegh prallte in der Anfangsphase mit dem früheren Wolfsburger Jannes Horn im Kopfballduell aneinander. Beide Spieler mussten mit Platzwunden vom Feld. „Ich weiß nur, dass er eine Risswunde hat. Wie es für Donnerstag ausschaut, kann ich noch nicht sagen“, sagte Labbadia. Gegen Köln hatten es in Daniel Didavi und Ignacio Camacho bereits zwei angeschlagene Stammspieler nicht in den Kader geschafft.

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