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Geerbte Beckmann-Werke werden gezeigt

Berlin. Im September sollen in Berlin Gemälde von Max Beckmann gezeigt werden. Sie stammen aus einer geerbten Sammlung.

Die Staatlichen Museen zu Berlin wollen ihre geerbte Sammlung von wichtigen Werken Max Beckmanns (1884-1950) ab September der Öffentlichkeit vorstellen. Dabei werde auch die ambivalente Rolle des verantwortlichen Sammlers Erhard Göpel während der NS-Zeit thematisiert, kündigte Museen-Generaldirektor Michael Eissenhauer am Dienstag an.

Die Museen hatten die Sammlung von Göpels Witwe Barbara vermacht bekommen, die im vergangenen Jahr starb. Zu dem Erbe gehören die beiden Beckmann-Gemälde „Selbstbildnis in einer Bar“ (1942) und „Bildnis Erhard Göpel“ (1944) sowie 46 Zeichnungen, zum Teil Vorstudien zu anderen bekannten Bildern. Weitere 52 Drucke waren schon bisher als Dauerleihgabe im Kupferstichkabinett.

„Die Werke ergänzen in kongenialer Weise den weltberühmten Bestand der Klassischen Moderne in den Berliner Museen“, sagte Eissenhauer laut Mitteilung seines Hauses. Nach der bisherigen Überprüfung aller vermachten Arbeiten habe sich kein konkreter Verdacht auf NS-Raubkunst ergeben. Dennoch fühle man sich weiter zu einem kritischen Umgang mit dem Erbe verpflichtet.

Der einstige Sammler Göpel (1906-1966) spielte während der Nazizeit eine höchst zwiespältige Rolle. Einerseits war er seit 1942 für eine Hitler unmittelbar unterstellte Organisation aktiv am NS-Kunstraub beteiligt. Zugleich jedoch schützte er seinen als „entartet“ diffamierten Künstlerfreund Beckmann vor dem Zugriff der Nazis. Viele der Werke in seiner Sammlung habe Göpel von den Künstlern direkt erworben, hieß es.

Max Beckmann gilt als einer der wichtigsten Künstler der Moderne. Im Potsdamer Museum Barberini ist seit Ende Februar eine große Werkschau von ihm zu sehen.

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