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Gekonnt feiern: Peinliche Situationen auf Partys vermeiden

Frankfurt/Main (dpa/tmn) Partys sind oft ein Drahtseilakt. Ein falscher Schritt und die Katastrophe ist da. Doch mit ein paar Tricks, lassen sich Pannen und Ausrutscher leicht wieder gerade biegen, und einer gelungenen Fete steht nichts mehr im Weg.

Gekonnt feiern: Peinliche Situationen auf Partys vermeiden

Auf Partys können sich schon mal besondere Bekanntschaften anbahnen - es gilt, einen kühlen Kopf zu bewahren und Penlichkeiten zu vermeiden. Foto: beyond

Woran erkennt man eine gute Party? An ausgelassener Stimmung, interessanten Unterhaltungen und guter Musik. Aber was, wenn Tanzen nicht zu den Lieblingsbeschäftigungen gehört, einem die Worte fehlen oder man zu viel getrunken hat? Dann kann es schnell peinlich werden.

Wer nicht gleich im Erdboden versinken oder gar nach Hause gehen will, kann mit ein paar Strategien und Tricks auch mit den unvorteilhaftesten Situationen klarkommen. Sieben tückische Party-Momente und wie Jugendliche die elegant meistern können:

Runde begrüßen: Alle anderen sind schon da, unterhalten sich, und die Party geht langsam los. Man selbst steht erstmal verloren im Raum herum. Es drängt sich die unweigerliche Frage auf: Gehe ich zu jedem persönlich hin und sage Hallo oder reicht ein Gruß in die Runde?

«Das hängt davon ab, wie viele Leute es sind und ob man sie schon kennt», sagt Oliver Uschmann, der ein Ratgeber-Buch zum Thema Partys geschrieben hat. Handelt es sich um Klassenkameraden ist die Antwort simpel: «Da reicht auch ein kollektives Hallöchen», so Uschmann. Wenn aber Fremde da sind, sollte der Gastgeber sich darum kümmern, die Leute untereinander bekannt zu machen.

Peinliches Partygeschenk: Präsente sind unter Gastgebern immer gern gesehen - eigentlich. Denn was ist, wenn die Eltern einem etwas Peinliches aufgeschwatzt haben oder die anderen gar nichts schenken? «Das sollte man zu Beginn der Party thematisieren und nicht totschweigen», sagt Benimm-Coach Uwe Fenner.

So wird die Situation entschärft, man sorgt gleich am Anfang für Lacher und hat Gesprächsstoff für die restliche Party. Peinliches Schweigen hat noch nie jemanden geholfen.

Schwarm ansprechen : Reden ist Silber, Schweigen ist Gold? Das gute alte Sprichwort gilt nicht auf Partys und vor allem nicht, wenn man seinen Schwarm endlich ansprechen will. Hier gilt: «Wer nicht weiß, was er sagen soll oder Hemmungen hat, kann damit anfangen, über die Musik zu reden oder über gemeinsame Bekannte», erklärt Lis Droste von Etikette Trainer International - ein Zusammenschluss von Trainerinnen und Trainern für Stil und Etikette. So schafft man eine lockere Unterhaltung, ohne plump zu sein. «Gemeinsamkeiten sind grundsätzlich immer eine gute Basis für ein Gespräch», sagt Droste.

Nicht tanzen können: Wo gute Musik gespielt wird, da wird auch getanzt. Doch wer das nicht will, muss schon tiefer in die Trickkiste greifen. Mit einer einfachen Ausrede à la «Ich habe keine Lust», ist es meistens nicht getan. «Die effektivste Methode ist, eine Sportverletzung vorzutäuschen», meint Uschmann. Das erfordert aber Planung. «Vor der Party einen Verband um den Fuß und gut ist», so der Feier-Fachmann. Im Notfall hilft auch humpeln, sofern kein Verband greifbar ist.

Falsches Outfit: Wer auf der Feier gut aussehen will, macht sich oft Tage vorher schon Gedanken über das richtige Outfit. Doch was, wenn ein anderer Gast den gleichen Look trägt? «Deswegen sollte man die Party nicht gleich fluchtartig verlassen, um die Kleidung zu wechseln», findet Droste. Viel besser ist es, darüber zu lachen und sich über den gleichen guten Geschmack zu freuen.

Zu viel Alkohol: Wer zu tief ins Glas geschaut hat, manövriert sich schnell in peinliche Situationen. Um wieder herauszukommen, hilft eigentlich nur eines: aufhören zu trinken. «Und das noch, bevor die Stimmung kippt», sagt Fenner. Oder noch besser ist es, vorher schon ein Limit festzulegen und sich für die richtige Menge Alkohol entscheiden.

Früher gehen: «Wer die Party vorzeitig verlassen muss, sollte eine gute Ausrede parat haben», sagt Oliver Uschmann. Am besten ist es zum Gastgeber zu gehen und sich zu entschuldigen. ««Der letzte Bus fährt» oder «Ich muss morgen früh raus», sind plausible Ausreden», weiß Uschmann. Weniger elegant und eher abgedroschen ist der Satz: «Man soll gehen, wenn es am schönsten ist.» Doch egal wie man sich verabschiedet, wichtig ist, es inoffiziell zu machen. So entsteht keine allgemeine Aufbruchstimmung, und die Party kann weiter gehen.

Literatur:  

Oliver Uschmann und Sylvia Witt (2013): Überleben auf Partys. Expeditionen ins Feierland, Heyne Verlag, 400 Seiten, 12,99 Euro, ISBN-13: 978-3453268753

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