Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Geldgeber und Athen einigen sich auf weitere Sparmaßnahmen

Athen/Brüssel. Athen sagt weitere Reformen zu und kann auf frisches Geld aus dem dritten Hilfsprogramm rechnen. Bald soll aber Schluss sein mit den Überweisungen der internationalen Geldgeber. Dann muss Athen wieder auf eigenen Füßen stehen.

Geldgeber und Athen einigen sich auf weitere Sparmaßnahmen

Vier Kraftwerke der griechischen Elektrizitätsgesellschaft sollen 2018 privatisiert werden. Foto: Simela Pantzartzi

Griechenland und seine internationalen Geldgeber haben die Weichen für die Auszahlung weiterer Milliarden aus dem laufenden Hilfspaket für das klamme Euro-Land gestellt. Die Beratungen zu weiteren Reform- und Sparmaßnahmen seien erfolgreich abgeschlossen worden.

Das teilte der griechische Finanzminister Euklid Tsakalotos am Samstagabend in Athen mit. Die EU-Kommission bestätigte die Einigung. Am Montag werden die Finanzminister der Eurogruppe die Vereinbarung prüfen. In wenigen Monaten, im August 2018, endet das dritte griechische Stabilisierungsprogramm.

„Wir haben die Abfassung des Dokuments der Einigung auf technischer Ebene (das sogenannte Staff Level Agreement) abgeschlossen“, sagte Tsakalotos im Staatsfernsehen. Er rechnet damit, dass die nächste Tranche der Finanzhilfe für sein Land von gut fünf Milliarden Euro beim Treffen der Eurogruppe am 22. Januar freigegeben wird. 

In der aktuellen Verhandlungsrunde mit den Geldgebern war ein Meilenstein im Bereich Privatisierungen erreicht worden: Vier der wichtigsten Kraftwerke der staatlichen Elektrizitätsgesellschaft (DEI) sollen 2018 privatisiert werden. Dies hatte nach mehrstündigen Verhandlungen der griechische Energieminister Giorgos Stathakis am Freitagabend bekannt gegeben. Das war eigentlich der große Brocken dieser Prüfung, hieß es aus Regierungskreisen.

Die Gewerkschaft der Elektrizitätsgesellschaft (GENOP DEI) kündigte Streiks an, um den Verkauf zu verhindern. „Wir leisten Widerstand“, hieß es auf der Homepage der Gewerkschaft.

Im Mittelpunkt der aktuellen Kontrolle des griechischen Rettungsprogramms standen zudem Reformen beim Streikrecht, die Umsetzung von Sparmaßnahmen in der Verwaltung sowie faule Kredite bei Banken in Höhe von mehr als 100 Milliarden Euro.

Das dritte Hilfspaket für Griechenland seit 2010 in Höhe von bis zu 86 Milliarden Euro läuft im August 2018 aus. Zuvor muss noch eine weitere, letzte Kontrolle abgeschlossen werden. Athen hofft, bis dahin das nötige Vertrauen an den Finanzmärkten zurückgewonnen zu haben, um sich wieder eigenständig Kapital beschaffen zu können.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Wirtschaft

Korruptionsverdacht: Lettlands Zentralbankchef festgenommen

Riga. Erst Durchsuchung, dann Festnahme: Lettlands Anti-Korruptionsbehörde geht gegen den Zentralbankchef des Landes vor. Zu den genauen Gründen für die Ermittlungen gegen das EZB-Ratsmitglied äußert sich niemand.mehr...

Wirtschaft

Heizöl und Sprit teurer, Gas billiger

Berlin/Hamburg. Heizöl ist einer Analyse zufolge für die deutschen Verbraucher so teuer wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr. Im Januar seien die Preise um 2,7 Prozent gegenüber dem Dezember gestiegen, wie aus einer Untersuchung der European Climate Foundation (ECF) hervorgeht.mehr...

Wirtschaft

Bundesbank: Deutsche weiterhin das Land der Barzahler

Frankfurt/Main. Deutschlands Verbraucher zahlen trotz aller technischen Neuerungen weiterhin am liebsten bar. „Bargeld bleibt am beliebtesten, aber Kartenzahlungen legen zu“, sagte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele an diesem Mittwoch in Frankfurt.mehr...