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Gequälten Säugling nicht beschützt: Haftstrafe für Mutter

Mönchengladbach. Der Säugling wurde über Stunden gequält, bis der Vater ihn ermordete. Der Kleine schrie um sein Leben. Die Mutter nebenan unternahm nichts. Dafür ist sie jetzt zu über drei Jahren Haft verurteilt worden.

Der Vater quälte und ermordete seinen nur wenige Tage alten Sohn, die Mutter nebenan im Schlafzimmer hörte die Schreie des Kleinen, tat aber nichts. Dafür hat das Landgericht Mönchengladbach die 27-jährige Mutter jetzt doch zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Das am Montag verkündete Urteil lautet drei Jahre und sechs Monate Haft wegen Körperverletzung mit Todesfolge und Misshandlung, beides durch Unterlassen.

Das Kind habe in der Oktobernacht 2015 um sein Leben geschrien. Die Mutter habe das „im Wesentlichen“ gehört, aber über Stunden nichts unternommen - trotz der vielen Chancen, die sie gehabt habe, stellten die Richter fest. Sie habe die Verletzungen des Kindes in Kauf genommen und mit dem Tod des Säuglings rechnen müssen.

Die Frau stand nach der Ermordung ihres Sohnes durch den Vater zum zweiten Mal vor Gericht. Ein erstes Urteil gegen die 27-Jährige zu zwei Jahren Haft auf Bewährung wegen Misshandlung durch Unterlassen hatte der Bundesgerichtshof aufgehoben.

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