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Das Morgen-Update

Gericht entscheidet über Online-Käufe, Amoklauf, geheimer Husten-Code

NRW Ein Seniorenheim wird wegen eines Feuers geräumt, die Staatsanwaltschaft hat einen Flughafen-Chef aus NRW im Visier. Ein Amoklauf mit vier Toten in Kalifornien, ein Prozess um einen geheimen Husten-Code bei einer Weltmeisterschaft, eine Entscheidung zu Rücksendungen von online gekauften Waren und die erste Redeschlacht im neuen NRW-Landtag: Hier erfahren Sie, was Sie in der Nacht verpasst haben und was der Tag bringt.

Das Wetter

Heute wird es wieder etwas wärmer, im Münsterland kann es bis zu 11 Grad warm werden. Doch der Himmel bleibt bewölkt und in einigen Regionen NRWs kann es auch regnen.

Der Verkehr

Bahn: Auf unseren virtuellen Bahnhofstafeln können Sie hier die aktuellen Abfahrzeiten in verschiedenen Bahnhöfen der Region live sehen.

 

Das ist gestern Abend und in der Nacht passiert

  • Wegen eines Feuers ist ein Seniorenwohnpark in Mechernich bei Euskirchen teilweise geräumt worden. Mehr als 50 Bewohner mussten den Gebäudekomplex des Altenheims verlassen, darunter auch 18 bettlägerige Patienten. Das Feuer war in einem Patientenzimmer ausgebrochen, sagte eine Sprecherin der Polizei. Eine Kommode sei in Brand geraten - der Feuerwehr gelang es, den Brand schnell zu löschen. Die Senioren konnten am Abend nicht in ihre Zimmer zurück und mussten anderwertig untergebracht werden. Verletzte habe es nach derzeitigen Kenntnisstand nicht gegeben, sagte die Sprecherin.
  • Ein Mann hat in einer kleinen Ortschaft in Nordkalifornien das Feuer eröffnet und vier Menschen getötet. Der mutmaßliche Schütze habe an verschiedenen Stellen die Schüsse abgegeben, darunter auch an einer Schule im Bezirk Tehama County und auf einer Straße, teilten die Behörden mit. Einem Polizisten zufolge wurde der Angreifer nach dem Amoklauf in einem Auto von zwei Polizisten erschossen. Wie eine Mitarbeiterin des Schulbezirks dem "San Francisco Chronicle" mitteilte, gab es an der Schule Verletzte, aber keine Toten.
  • Die Kölner Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen wegen Untreue gegen den beurlaubten Kölner Flughafenchef Michael Garvens aufgenommen. 
Es bestehe ein Anfangsverdacht, sagte Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer. Garvens war am vergangenen Freitag angesichts einer Untersuchung über mögliche Unregelmäßigkeiten am zweitgrößten NRW-Airport beurlaubt worden. Dem Flughafen-Chef wird in dem Prüfbericht laut „Kölnischer Rundschau“ vorgeworfen, Mitarbeiter in ungewöhnlich vielen Fällen von der Arbeit freigestellt zu haben. Außerdem sollen Rechnungen auf zweifelhafter Grundlage akzeptiert und zu Lasten des Flughafens ein Mietvertrag mit nicht angemessenen Kondition abgeschlossen worden sein.
  • Australien hat mit einer starken Mehrheit für die gleichgeschlechtliche Ehe gestimmt. In einer Volksbefragung per Briefwahl sprachen sich über 61 Prozent der Teilnehmer für die Ehe für alle aus, wie das Australische Staistikamt am frühen Morgen mitteilte. An der Abstimmung hatten sich knapp 80 Prozent der Stimmberechtigten beteiligt. Die Volksbefragung ist nicht verbindlich, die endgültige Entscheidung liegt beim Parlament.
  • Alkohol, Cannabis und Amphetamine sind eine Gefahr für die Gesundheit Jugendlicher - aber auch Online-Spiele und soziale Netzwerke, sagen Mediziner. "Je früher man anfängt, desto kritischer ist es", sagte der Vorsitzender des Berufsverbands für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, Gundolf Berg. Das Risiko für eine übermäßige Nutzung von sozialen Netzwerken und Internetspielen werde größer: "Das Thema hat durch die ständige Verfügbarkeit durch Smartphones an Bedeutung gewonnen", sagte Berg.

Das wird heute spannend oder wichtig:

  • Die neue NRW-Regierung stellt sich im Landtag der ersten Generalabrechnung. Die schwarz-gelbe Koalition unter Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) bringt ihren ersten eigenen Landeshaushalt ins Parlament ein. Die Opposition nutzt das traditionell zur Redeschlacht. Erstmals seit 45 Jahren soll das Land 2018 ohne neue Kredite auskommen. Seit 1973 hat NRW einen Gesamtschuldenberg von 144 Milliarden Euro angehäuft - mehr als jedes andere Bundesland. In der jetzigen fünfjährigen Wahlperiode sollen keine neuen Kredite mehr aufgenommen werden. Dennoch soll vor allem in Kinder und Bildung, Innere Sicherheit und Straßenbau zusätzlich investiert werden. Auch die Zuweisungen an die Kommunen sollen steigen.
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht vor den Delegierten der Weltklimakonferenz in Bonn. Die Erwartungen sind hoch. Dabei gehe es auch um die Frage, wie Deutschland seine Klimaziele doch noch erreichen könne, sagte der Sprecher des UN-Klimasekretariats. Merkels Rede dürfte auch in Berlin mit Spannung verfolgt werden: Die Grünen fordern in den Jamaika-Sondierungen, 20 mit Kohle befeuerte Kraftwerksblöcke schnell abzuschalten, um das Klimaziel 2020 noch zu schaffen.
  • Mit einem geheimen Husten-Code sollen sich zwei deutsche Spieler 2013 den Bridge-Weltmeistertitel ergaunert haben. Heute verhandelt das Düsseldorfer Oberlandesgericht die Affäre. Der WM-Titel war ihnen nachträglich aberkannt worden. Als Sanktionen wurden Turniersperren gegen das Duo verhängt. Beide Spieler beteuern aber ihre Unschuld. Sie seien Opfer einer Intrige geworden. Die Beweise gegen sie seien manipuliert. Vor dem Landgericht Köln hatten sie in erster Instanz einen Teilerfolg erzielen können. Das Gericht stufte die Strafen als unverhältnismäßig hart ein.
  • Der Bundesgerichtshof trifft eine Entscheidung über die Rücksendungvon Waren nach dem Kauf im Internet. Es geht um eine Matratze, die ein Mann gekauft hatte und wieder zurückgeben wollte. Da er die Schutzfolie entfernt hatte, verweigerte ihm der Online-Shop den Widerruf. Für den Kauf versiegelter Waren, die aus Gründen der Hygiene nicht zur Rückgabe geeignet sind, schließt das Gesetz ein Widerrufsrecht aus, wenn die Versiegelung nach der Lieferung entfernt wurde.
  • Die Jamaika-Sondierer von CDU, CSU, FDP und Grünen biegen mit zwei der schwierigsten Themen auf die Zielgerade. Die Verhandlungsführer um CDU-Chefin Angela Merkel sprechen mit den Berichterstattern der jeweiligen Seiten in dem seit Tagen gewohnten Kleinformat über das Thema Europa.
  • Im Münchner NSU-Prozess gegen die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe und vier mutmaßliche Terrorhelfer geht das Warten auf die Plädoyers der Nebenklage weiter.
  • Auf Einladung des Bundeskriminalamtes (BKA) diskutieren ab heute rund 500 Experten über Sicherheit auf nationaler und europäischer Ebene. Dabei geht es nicht nur um die Ausstattung der Polizei mit stärkerer Schutzausrüstung und Waffen, sondern zum Beispiel auch um die Cyberfähigkeit der deutschen Strafverfolgungsbehörden.
  • Im Streit um radikale Justizreformen erhöht das Europaparlament den Druck auf Polen. Die EU-Abgeordneten debattieren heute in Straßburg über ein Verfahren zur Überprüfung der Rechtsstaatlichkeit in dem Land. Aus Sicht des EU-Parlaments droht „in Polen eindeutig ein schwerwiegender Verstoß gegen“ europäische Grundwerte, heißt es in einem Resolutionsentwurf, über den abgestimmt werden soll.
  • Mit der Forderung nach sechs Prozent mehr Geld sowie einer Arbeitszeitverkürzung samt Lohnausgleich geht die IG Metall in die erste Runde der Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie. Den Auftakt macht heute unter anderem Baden-Württemberg, wo schon häufiger ein Pilotabschluss erzielt wurde.
  • Der Aufsichtsrat der documenta in Kassel wird sich erneut mit der finanziellen Schieflage der weltweit bedeutendsten Ausstellung für moderne Kunst beschäftigen. Außerdem soll es um die nächste Ausstellung im Jahr 2022 gehen.

Hier geht es zum täglichen Update von Borussia Dortmund und Schalke 04.

Heute vor..

...64 Jahren wurde auf die Erfindung des Zuckerstreuers in Deutschland ein Patent erteilt.

Das ist in den sozialen Netzwerken los:impansend

Noch einmal geteilt wird in den Netzwerken ein schon älteres Video von 2013, das die Auswilderung der Schimpansendame Wounda zeigt. Die Affendame war als elternloses Baby von Naturschützern großgezogen worden. Mit einer rührenden Geste bedankt sich das Tier bei Dr. Jane Goodall - die Wounda bislang nie gesehen hatte. Nur ihre Stimme kannte die Schimpansin. Die ganze Geschichte des Tieres gibt es hier im Video.

 

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