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Gesetz zum Schutz von Volksfesten

HERFORD Der Deutsche Schaustellerbund (DSB) kämpft um die Sicherung der traditionellen Volksfeste und fordert ein entsprechendes Gesetz. Der zunehmende Trend zur Privatisierung von Kirmessen und Jahrmärkten sowie die Bebauung von Volksfestplätzen bedeuteten einen „Angriff auf die Volksfeste in ihrer traditionellen Form“, kritisierte DSB-Präsident Albert Ritter am Freitag in Herford.

Die traditionellen Veranstaltungen seien in der Vergangenheit mehr und mehr „kurzfristigen und willkürlichen Entscheidungen der Tagespolitik ausgeliefert gewesen“, fügte Ritter hinzu. Vor allem kleine und mittlere Feste seien davon betroffen und in ihrer Existenz bedroht.

Standgelderzu hoch

Die Schausteller forderten daher eine rechtliche Grundlage für das „Kultur- und Wirtschaftsgut Volksfest“. „Wir brauchen keine Subventionen, aber Luft zum Atmen“, sagte Ritter. Die auf den Plätzen geforderten Standgelder etwa stünden in keinem Verhältnis mehr zu den erzielten Einnahmen.

Daher müsse sich die Gebührenpolitik der Veranstalter ändern. Die größten Volksfeste in Deutschland sind den Angaben zufolge das Münchner Oktoberfest (sechs Millionen Besucher), der Bremer Freimarkt (vier Millionen Besucher) und die Cranger Kirmes in Herne (vier Millionen Besucher).

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