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Getrocknete Pikrinsäure erfolgreich gesprengt - Mittwoch wieder Unterricht

WITTEN Pikrinsäure schlummerte bis Dienstag auch im Giftschrank der Otto Schott-Realschule. Als das am Mittag bekannt wurde, lief die Maschinerie wieder an, die bereits am Montagabend für eine kontrollierte Sprengung der Chemikalie im Umfeld des Ruhr-Gymnasiums gesorgt hatte.

von Ruhr Nachrichten

, 12.08.2008

Diesmal guckten sich die Feuerwerker vom Landeskriminalamt (LKA) die kleine Grünzone vor dem Haupteingang der Realschule für ihre Entsorgungsaktion aus.

Die Fachleute aus Düsseldorf hatten es diesmal nicht mit 20, sondern mit ca. 120 Gramm getrockneter Pikrinsäure zu tun. In diesem Zustand ist der Stoff hochexplosiv. „Bei dieser Menge, wird im Ernstfall der ganze Oberkörper weggesprengt“, ordnete Gerald Klawe, Leiter der Arbeitsgruppe Umwelt im Ordnungsamt die aktuelle Gefahr ein.

War am Mittag zunächst nicht sicher, ob die Sprengstoffexperten schon wieder Zeit für einen Einsatz in Witten haben würden, kam später die Zusage. Kurz nach 15 Uhr rollte das LKA-Fahrzeug auf den Schulhof. Da war schon ziemlich klar, dass der Unterricht an der Realschule am Mittwoch doch nicht ausfallen muss. Noch wenige Stunden vorher hatte es ganz anders ausgesehen: Eltern und Schüler waren da über den Unterrichtsausfall informiert worden.

Tatsächlich entschieden sich die Experten wie am Vortag für die Sprengung im Freigelände. Nachdem die Feuerwehr kurz vor 16 Uhr mit den Torfsäcken vorgefahren war, zündete das LKA-Team gegen 16.32 Uhr die Sprengladung, die das Pikrin unschädlich machte. Die Feuerwehr verabschiedete am Ende die LKA-Spezialisten mit dem Hinweis: „Wenn der Torf mal knapp ist, ihr wisst ja nun, dass wir in Witten welchen auf Lager haben.“ Für die Feuerwerker war da der Arbeitstag noch nicht zu Ende. Sie fuhren weiter zum nächsten Pikrin-Einsatz nach Wanne-Eickel.