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Gladbach schöpft neue Hoffnung: 2:0 in Bielefeld

Bielefeld (dpa) Dank «Zauberzwerg» Marko Marin schöpft Borussia Mönchengladbach im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga neue Hoffnung.

Gladbach schöpft neue Hoffnung: 2:0 in Bielefeld

Der Bielefelder Artur Wichniarek (oben) im Kampf um den Ball mit dem Gladbacher Filip Daems.

Mit zwei sehenswerten Treffern (6./80. Minute) sorgte der Nationalspieler für das 2:0 (1:0) bei Arminia Bielefeld und den ersten Bundesliga-Auswärtssieg der Borussia seit Februar 2007. Damit feierte der Gast vor 24 600 Zuschauern in der Schüco-Arena im vierten Spiel unter der Regie des Luhukay-Nachfolgers Hans Meyer den zweiten Erfolg. Dagegen wird die Lage für die Arminia immer bedrohlicher: Nach zuletzt sieben sieglosen Partien rutschten die Ostwestfalen auf den 17. Tabellenplatz ab.

Gladbach-Coach Meyer wusste, bei wem er sich für den wichtigen Dreier im Kellerduell bedanken musste: «Uwe Gospodarek hat uns mit seinen Paraden in der ersten Halbzeit am Leben gehalten. Und Marco Marin war heute richtig, richtig gut.» Dagegen fand Arminia-Präsident Hans-Hermann Schwick nur wenig Gefallen an den ersten Bundesliga-Treffern des trickreichen Marin: «Nach dieser Niederlage steht fest, dass wir bis zur Winterpause im tiefen Tabellenkeller bleiben. Wir müssen uns in der Winterpause nach Verstärkung umsehen.»

Der Ausfall von insgesamt sieben Profis zwang Gladbachs Trainer zu umfangreichen Umbauarbeiten. So gab der erst 19 Jahre alte Christian Dorda sein Bundesliga-Debüt, mit Oliver Stang und Tony Jantschke saßen zwei weitere Amateure auf der Bank. Der personelle Aderlass erwies sich zunächst nicht als Nachteil: Denn die Gäste erwischten dank des sehenswerten Treffers von Marin einen Traumstart. Mit einem gefühlvollen Freistoß aus 20 Metern in den Torwinkel machte er seinem Ruf als «Zauberzwerg» alle Ehre und sorgte damit für die Führung der Borussia.

Die Reaktion der Arminia ließ nicht lange auf sich warten. So ergaben sich bis zur Pause allein vier gute Möglichkeiten zum Ausgleich. Nach Flanke von Markus Schuler schoss Torjäger Artur Wichniarek aus zwei Metern über das Tor, nur 60 Sekunden später traf Gladbachs Abwehrspieler Filip Daems den Pfosten des eigenes Tores. Doch wie schon in den vergangenen Heimspielen gegen Karlsruhe (1:2) und Cottbus (1:1) mangelte es den Bielefeldern an spielerischen Mitteln, um einen Mitkonkurrenten im Abstiegskampf schon früh in die Knie zu zwingen. Zudem verhinderte Gäste-Torhüter Gospodarek mit zwei Glanzparaden gegen Wichniarek (37./43.) das 1:1. Auf der anderen Seite hatte die Arminia Glück, dass Marin (33.) nach schönem Solo nur die Latte traf.

Nach Wiederanpfiff erhöhte die Arminia zwar den Druck auf das Gladbacher Tor, konnte sich aber - anders als in der ersten Halbzeit - kaum noch klare Chancen herausspielen. Erneut trat das alte Dilemma zutage: Bis auf Wichniarek verfügt Bielefeld über keine torgefährlichen Stürmer. Mitten hinein in die Bielefelder Drangphase versetzte Marin den Gästen den endgültigen Knockout. Der beste Spieler auf dem Platz bewies bei einem Konter seiner Mannschaft Nervenstärke und versetzte Bielefeld-Schlussmann Dennis Eilhoff mit einem Schuss aus 7 Metern. Damit war der Widerstand der Bielefelder endgültig gebrochen.

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