Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Gläubiger fordern 83 Millionen Euro von Müller-Brot

Neufahrn (dpa) Gut zwei Monate nach Beginn des Insolvenzverfahrens bei der Großbäckerei Müller-Brot haben mehr als 1200 Gläubiger ihre Forderungen angemeldet. Insgesamt seien bislang Ansprüche in Höhe von 83 Millionen Euro eingegangen.

Gläubiger fordern 83 Millionen Euro von Müller-Brot

Lastwagen mit Müller-Brot-Logo. Die Müller-Brot-Fabrik bei Freising war wegen Hygienemängeln im Januar von der Lebensmittelaufsicht geschlossen worden. Foto: Marc Müller

Das sagte ein Sprecher des Insolvenzverwalters Hubert Ampferl am Montag und bestätigte einen Bericht der «Süddeutschen Zeitung». Bereits am Samstag hatte die «Bild»-Zeitung diese Zahlen genannt und Ampferl mit Blick auf einen Prüfungstermin diese Woche am Amtsgericht Landhut zitiert: Ziel sei es, «Klarheit über die Berechtigung der Forderungen und spätere Verteilung zu bekommen», sagte Ampferl der Zeitung.

Jeder Einzelfall müsse geprüft werden, erläuterte der Sprecher am Montag. Derzeit seien Gläubiger-Forderungen in Höhe von 45 Millionen Euro berechtigt. Bis zur abschließenden Klärung könne es aber zwei Jahre dauern. Zu den Gläubigern gehören neben Banken, Lieferanten, Kfz-Werkstätten und Reinigungsfirmen auch einige der einst mehr als 1200 Mitarbeiter, von denen nur rund 450 übernommen wurden.

Die Müller-Brot-Fabrik in Neufahrn bei Freising war wegen Hygienemängeln im Januar von der Lebensmittelaufsicht geschlossen worden. Zu Beginn des Insolvenzverfahrens am 1. April hatte Müller-Brot nach Angaben des Landshuter Landgerichts Schulden in Höhe von 60 Millionen Euro. Die Tochter des früheren Besitzers, Eva Müller, und der Bäcker Franz Höflinger übernahmen die Filialen, nicht aber die Brotfabrik mit rund 600 Mitarbeitern. Deren Betrieb ist noch nicht wieder aufgenommen worden. Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die drei ehemaligen Geschäftsführer der Großbäckerei wegen des Vorwurfs der Insolvenzverschleppung.

THEMEN

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Wirtschaft

Verbraucherpreise in Deutschland ziehen an

Wiesbaden (dpa) Für Deutschlands Verbraucher kosten im August vor allem Energie und Nahrungsmittel mehr als vor einem Jahr. Das treibt die Inflationsrate insgesamt weiter in Richtung zwei Prozent - die Zielmarke der EZB. Ein baldiger Kurswechsel der Notenbank ist dennoch nicht in Sicht.mehr...

Wirtschaft

Inflation zieht an - Nahrungsmittel und Energie teurer

Wiesbaden (dpa) Deutschlands Verbraucher müssen für Nahrungsmittel und Energie im September deutlich tiefer in die Tasche greifen. Das treibt die Teuerung insgesamt an. Besonders kräftig ist der Preissprung bei Butter.mehr...

Wirtschaft

Geldanlage mit dem Schwarm - Crowdfunding birgt Risiken

Berlin (dpa/tmn) Mit kleinen Beträgen etwas Großes auf die Beine stellen. Das ist die Idee, die sich hinter dem Begriff Crowdfunding verbirgt. Für Anleger ist das aber nicht ganz ohne Risiko.mehr...

Wirtschaft

Inflation bei 1,8 Prozent: Nahrungsmittel und Energie teurer

Wiesbaden (dpa) Das Leben in Deutschland ist im vierten Monat in Folge teurer geworden. Vor allem für Nahrungsmittel und Energie müssen Verbraucher tiefer in die Tasche greifen als ein Jahr zuvor.mehr...

Wirtschaft

Neun von zehn jüngeren Deutschen werfen Lebensmittel weg

Berlin (dpa) Jüngere Menschen in Deutschland werfen deutlich häufiger Lebensmittel in den Abfall als die ältere Generation. Das ergab eine Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.mehr...

Wirtschaft

Ende der Mini-Inflation: Steigen Verbraucherpreise weiter?

Frankfurt/Main (dpa) Die Zeiten extrem niedriger Inflationsraten sind vorerst vorbei. Aber noch ist die Teuerung nicht da, wo Währungshüter sie gerne hätten. Was kommt auf Verbraucher in den nächsten Monaten zu?mehr...