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Glück auf - Kernkraft

ESSEN Gegen Angela Merkel hatte Harry Belafonte gestern keine Chance. Als die Kanzlerin die Philharmonie Essen betrat, hörte niemand mehr den Sängern des Bergmannschores Pro Prosper aus Bottrop zu, die gerade den Banana-Boat-Song (Day-O) des Sängers zum Besten gaben.

Glück auf  - Kernkraft

Bundeskanzlerin Angela Merkel stellte den Atomausstieg erneut in Frage.

Abgang des Chores, Auftritt der Kanzlerin. Ende der Zechen? Für Angela Merkel scheint das beschlossen, auch wenn der Bundestag den für 2018 geplanten Kohleausstieg in fünf Jahren noch einmal überprüfen kann. Allerdings ausschließlich unter energiepolitischen Gesichtspunkten, wie Merkel auf dem Steinkohlentag erklärte. Der „sozialverträgliche Ausstieg“ sei gesichert.

Für den Klimaschutz

Damit war Merkel mit der Kohle aber auch schon durch – und wandte sich dem nicht weniger umstrittenen Atomausstieg zu, den die Kanzlerin deutlich stärker in Frage stellte – wegen des Klimaschutzes. Mit der Kernenergie werde es besser möglich sein, etwa den Ausstoß von Kohlendioxid in Deutschland bis 2020 um 40 Prozent zu verringern.

Merkel lobte den Vorschlag des RWE-Chefs Jürgen Großmann, der den kurzen Weg aus seinem Büro in die erste Reihe der Philharmonie zurückgelegt hatte, einen Energiepakt zwischen Wirtschaft, Politik und Kunden anzustoßen. In die feurige Debatte um mögliche Preisabsprachen zwischen den großen Stromanbietern mochte die Kanzlerin kein Öl gießen, kündigte vielmehr an, sich nicht „an Verdächtigungen“ zu beteiligen. Merkel, die Moderatorin.

Thoben: Teure Steinkohleförderung 

Deutlich schärfer als die Kanzlerin hatten sich zuvor ihre Parteikollegen, Saarlands Ministerpräsident Peter Müller und NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben für ein unwiderrufliches Ende der Steinkohleförderung ausgesprochen. Während Thoben auf die hohen Kosten verwies (127 Milliarden Euro Subventionen bislang, nochmal 20 Milliarden bis zur Schließung der letzten Zeche), verwies Müller auf „Wut, Angst“ und „Ohnmacht“ der Menschen angesichts vieler Erdstöße, die eine weitere Abbaugenehmigung „nicht sinnvoll“ erscheinen ließen.

"Steiger-Lied" zum Abschied

Zu was der Bergbau fähig ist, zeigte der Schluss- und Höhepunkt, den zu setzen Pro Prosper vorbehalten blieb. Das „Steiger-Lied“. Gänsehautstimmung in Essen. Die Kanzlerin war da schon weg, unterwegs, um einen Preis anzunehmen. Den bekam sie, weil sie für Verständigung eingetreten ist. 

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