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Buch von Firat Demirhan erschienen

Glück und Drama, der Opel Tigra und die Ebay-Anzeige

WETTER Knapp vor dem Tod, Notoperation, Trauer und Frust, ein wahnsinniger Hype, unendliche Freude über ein Kind: Innerhalb eines Jahres hat Firat Demirhan, der Mann der mit dem berühmten Opel Tigra und der längsten Autoanzeige der Welt, alles durchlebt. Jetzt hat der 30-Jährige ein Buch geschrieben. Warum, wo der Tigra jetzt ist und ob sich das Lesen lohnt, das verraten wir hier.

Glück und Drama, der Opel Tigra und die Ebay-Anzeige

Firat Demirhan hat jetzt nach der längsten Autoanzeige der Welt auch noch ein Buch geschrieben.

Mit dem Schreiben ist es so eine Sache: Fängt Firat Demirhan damit an, dann hört er nicht mehr auf, wird der Text immer länger. Mit seiner seitenlangen Anzeige für seinen geliebten Opel Tigra hatte der 30-Jährige aus Wetter Anfang des Jahres auf Ebay eine ziemlich ungewöhnliche und lustige Lebensbeichte abgelegt - und wurde damit plötzlich berühmt.

Fernsehsender und andere Medien rissen sich um ihn, die Auktion für das alte Auto erreichte mit über 55.000 Euro plötzlich schwindelnde Höhen. Sogar der Opel-Designchef, der den Tigra einst entworfen hatte, hatte sich bei ihm gemeldet. Offenbar sehr belustigt ob der Vorstellung, dass er das geliebte Gefährt einst entworfen hat, das nun glorifiziert mitten im Trubel des Medienhypes steht. Die Geschichte selbst ging dann nicht glücklich aus. Firat blieb auf dem alten Auto sitzen - trotz konspirativem Treffen mit den Käufern. 

Firat Demirhan erstattet Meldung

Übergabe des Opel-Tigras gegen 55.750 Euro geplatzt

WETTER/Hagen Das Happy End lässt auf sich warten - oder gibt es überhaupt gar keines mehr? Die Übergabe des durch die längste Autoanzeige der Welt berühmten Opel Tigras von Firat Demirhan gegen 55.750 Euro ist auf jeden Fall geplatzt. Die Umstände am Abend waren mysteriös.mehr...

In der längsten Ebay-Anzeige der Welt hatte der 30-Jährige schon viel über sein Leben, seine Familie und seine Beziehung zu der geliebten, hochschwangeren Gattin Joanna verraten. Aber natürlich nicht alles. Am 1. Oktober ist nun sein Buch erschienen. Mit dem Titel: "Firat, das Auto muss weg."

In dem erzählt der sympathische Wetteraner nicht nur aus seinem Leben, von der Geschichte und den Reaktionen auf die verrückten Anzeige, die durch den positiven Schwangerschaftstest ("Nein, es war kein Filzstift")  und seiner Liebe zum VfL Bochum (gleich beim zweiten Date musste Joanna mit ins Stadion) sondern auch von seiner Krankheit Morbus Crohn, einer dramatischen Notoperation, seinem künstlichen Darmausgang. Aber vor allem von Menschen und seiner Beziehung zu ihnen.  

Zu viel soll nicht verraten werden. Doch, gibt es noch etwas,  was man wissen muss, etwas das nicht im Buch steht? Wir haben Firat Demirhan gefragt. 

Warum gibt es nach der längsten Anzeige der Welt und Deinem Blog jetzt auch noch ein Buch? 

"Die Resonanz auf die Anzeige und danach auf meinen Facebook-Blog, mit dem ich die Leute auf dem Laufenden halte, war unheimlich groß. Und sie war fast nur positiv. Viele Leute wollten noch mehr wissen über meine Familie, über die Schwangerschaft von Joanna und mir. Immer wieder hörte ich: Schreib doch ein Buch. Irgendwann habe ich gedacht: Warum eigentlich nicht?

Und dann? Wie hast Du einen Verlag gefunden?

"Die ersten sechs Kapitel habe ich einfach mal aufgeschrieben. Dann haben wir das Manuskript an verschiedene Verlage geschickt. Und dann sollte es plötzlich alles ganz schnell gehen, das Buch noch in diesem Jahr erscheinen. Ich habe es dann quasi über Nacht geschrieben, jeden Tag mehrere Stunden am Schreibtisch verbracht. Das Manuskript sollte am 6. August beim Verlag sein. Am 4. August hatte Joanna Geburtstag, am 6. August ich selbst. Sozusagen mit dem Schlusspunkt sind wir dann ins Krankenhaus gefahren. Die Kleine ist tatsächlich am 7. August geboren. Dass das alles so gut ankommt, hätte ich nie gedacht. Dass ich jetzt dieses Buch schreiben durfte, ist eine große Ehre für mich."  

Wo ist der Opel Tigra denn jetzt? Ist er doch noch zur Familienkutsche geworden?

"Ich fahre ihn tatsächlich immer noch. Wir haben auch gar kein anderes Auto, also ist er tatsächlich zu einer Familienkutsche geworden. Allerdings muss ich sagen: Die Gattin hatte recht. Es ist wirklich ziemlich eng in dem Wagen. Das Gestell des Kinderwagens kommt in den Kofferraum, die Wanne wird irgendwo auf den Rücksitz gequetscht. Aber irgendwie klappt es dann doch. Ein anderes Auto können wir uns gerade nicht leisten, da ich seit meiner Notoperation erstmal aus dem Job raus bin. Vielleicht in den nächsten Monaten mal. Und real ist der Tigra nur ein paar hundert Euro wert und dafür kriegen wir keinen anderen Wagen. Trotzdem war er außer für den TÜV noch nie in der Werkstatt. Ich denke nicht, dass wir ihn verkaufen."

Was ist Deine Lieblingsstelle in dem Buch?

"Es ist das Kapitel, in dem ich erzähle, wie mein Papa mit mir Fußball spielt. Das sind meine liebsten Erinnerungen. Fußball ist wie ein Band zwischen meinem Vater und mir. Nach der Operation, mit dem Stoma, konnte ich nicht mehr Fußball spielen. Da hat mein Vater auch aufgehört."   

Wie hat sich Dein Leben verändert seit der längsten Auto-Anzeige der Welt? 

Wir haben Olivia bekommen. Nach der Notoperation war das nicht selbstverständlich. Es ist unglaublich. Ich bin einfach nur glücklich. Und feiere meinen Geburtstag jetzt zwei Mal.  

Gehst Du jetzt direkt auf Lesereise? 

Nein. Ich habe mich aber total gefreut, dass ich bei "Goosens Neue Bücher" dabei sein durfte, das ist Frank Gooses Literatur-Late-Night im Bochumer Schauspielhaus. Goosen stellt da immer neue Bücher vor - und am 1. Oktober war ich tatsächlich als Gast dabei! Weitere Termine gibt es erstmal nicht. Vielleicht bin ich Ende des Jahres noch mal zu Gast in einer Fernsehshow. Mal sehen. Ich lasse das einfach alles auf mich zukommen. 

 

 

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