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Goldene Regeln für die Hygiene in der Küche

Berlin. Hygiene in der Küche ist von zentraler Bedeutung, um Infektionen durch Lebensmittel zu vermeiden. Aber kaum einer weiß heute noch, wie man sich richtig verhält. Mit ein paar einfachen Tipps werden Hobbyköche Keime in der Küche wieder los.

Goldene Regeln für die Hygiene in der Küche

Geschirrtücher werden schnell zu Keimschleudern - für Teller und Hände nimmt man deshalb besser nicht dasselbe Tuch. Foto: Christin Klose

Vor einiger Zeit setzten sich die Experten vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vor den Fernseher und schauten Kochshows. Was sie sahen, gefiel ihnen ganz und gar nicht: Alle 50 Sekunden agierten die Fernsehköche unhygienisch.

Dass die Promiköche keine Vorbilder sind, ist vor allem deshalb ein Problem, weil Alltagswissen zur Küchenhygiene in den Familien mehr und mehr verloren geht. „Die Außer-Haus-Verpflegung nimmt zu“, sagt Birgit Brendel von der Verbraucherzentrale Sachsen, „und so können sich die Kinder auch nichts mehr automatisch von ihren Eltern abschauen.“ Auch Brigitte Scherb, Präsidentin des Deutschen Landfrauenverbands (dlv), sagt: „Unsere Landfrauen machen an den Schulen immer häufiger die Erfahrung, dass viele Kinder keine Erfahrung in der Küche haben.“

Die Folgen sind gravierend: In Deutschland werden jedes Jahr mehr als 100 000 Erkrankungen gemeldet, die wahrscheinlich auf lebensmittelbedingte Infektionen zurückzuführen sind. „Die Dunkelziffer dürfte jedoch höher liegen“, vermutet Petra Hiller vom BfR. Dabei ist es gar nicht so schwer, sich gegen solche Infektionen zu schützen. Die wichtigsten Tipps im Überblick:

Wasser und Seife:

Man kann es nicht oft genug betonen - Handhygiene ist von zentraler Bedeutung. Das heißt: vor der Zubereitung der Speisen die Hände waschen und zwischendurch nach dem Niesen, Naseputzen, nach dem Kontakt mit Haustieren oder wenn man Abfälle berührt hat.

Kreuzkontamination vermeiden:

Damit ist gemeint, dass Keime nicht von einem Lebensmittel auf andere gelangen. Schneidet jemand eine rohe Hühnerbrust auf einem Schneidebrett und nimmt dann dasselbe Brett und Messer, um den Salat zu schnippeln, ist das ungünstig. „Dann kann es leicht passieren, dass Bakterien wie Campylobacter im Salat landen“, warnt Hiller.

Sauberkeit der Schneidebretter:

Das BfR rät zu Schneidebrettern in zwei verschiedenen Farben: eine für Fleisch oder Fisch, also Speisen, die später erhitzt werden. Eine für Rohkost. Birgit Brendel hält das nicht für unbedingt notwendig. Ihr zufolge genügt es, die Bretter mit heißem Wasser und Spülmittel zu säubern. Wichtig sei, dass die Bretter glatte Oberflächen haben, damit man sie gut reinigen kann.

Ein Tuch fürs Geschirr, eins für die Hände:

„Geschirrtücher können Bakterienschleudern im Haushalt sein“, warnt Brendel. Ihr Tipp: Nie länger als eine Woche benutzen und bei mindestens 60 Grad waschen - bei sichtbarer Verschmutzung sofort.

Kühlschrank und Mülleimer regelmäßig säubern:

Im und am Mülleimer tummeln sich Bakterien und Keime. Experten befürworten den Einsatz eines Treteimers. Dieser muss nicht mit der Hand geöffnet werden. So kommen wenigstens keine Keime an die Hände. „Man sollte den Mülleimer regelmäßig saubermachen“, empfiehlt Brendel. Das gilt auch für den Kühlschrank.

Kühlkette nicht unterbrechen:

Um zu vermeiden, dass sich Keime in Lebensmitteln vermehren, sollte die Kühlkette nicht unterbrochen werden. Kühlpflichtige und gefrorene Lebensmittel müssen nach dem Einkauf so schnell wie möglich in den Kühlschrank.

Ordentlich durchgaren:

Das gleichmäßige und vollständige Erhitzen von Speisen auf 70 bis 100 Grad tötet die meisten Krankheitserreger ab. Dabei darauf achten, dass das Fleisch auch im Inneren erhitzt wurde.

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