Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Google verbannt Werbung für Kryptowährungen

Mountain View. Google lebt von seinen Werbekunden, stellt aber auch klare Regeln auf. 2017 blockte das Unternehmen hundert Anzeigen pro Sekunde, die gegen die aufgestellten Richtlinien verstoßen. Nun verbannt Google auch Werbung für Kryptowährungen wie Bitcoin auf seinen Seiten.

Google verbannt Werbung für Kryptowährungen

Auch verwandte Dinge wie Börsen zum Handel von Kryptowährungen oder Wallets, in denen sie gespeichert werden, dürfen demnächst nicht mehr beworben werden. Foto: Ina Fassbender

Google wird auf seinen Websites keine Werbung mehr für Bitcoin und andere nicht regulierte Digitalwährungen zulassen. Das kündigte der Internet-Riese bei einer Aktualisierung seiner Anzeigenregeln an.

Auch verwandte Dinge wie Börsen zum Handel von Kryptowährungen oder Wallets, in denen sie gespeichert werden, dürfen demnächst nicht mehr beworben werden. Solche Kryptowährungen ermöglichen einen Zahlungsverkehr unabhängig von Regierungen und Banken. Sie gelten aber als höchst spekulativ und werden auch immer wieder für Lösegelderpressungen genutzt.

Facebook hatte bereits im Januar unter Hinweis auf Betrugsrisiken für die Nutzer einen ähnlichen Schritt ergriffen. Damit ist Werbung für Kryptowährungen von den beiden größten Anzeigenplattformen im Internet ausgeschlossen. Google aktualisierte unter anderem auch seine Richtlinien für Glücksspielwerbung.

Insgesamt filtert Google laut einem Blogeintrag in großem Stil Werbung heraus, die gegen seine Regeln verstoßen. Im vergangenen Jahr seien das 3,2 Milliarden entfernte Anzeigen gewesen, mehr als hundert pro Sekunde, schreibt Google-Manager Scott Spencer.

Darunter seien zum Beispiel 79 Millionen Anzeigen gewesen, die Nutzer auf mit Schadsoftware verseuchte Websites locken wollten. Unter anderem wurden 48 Millionen Anzeigen entfernt, die Nutzer mit einem Trick dazu bringen wollten, unerwünschte Software zu installieren.

In den vergangenen Jahren habe auch der Betrug mit falschen Nachrichten deutlich zugenommen, die die wachsende Popularität von Online-Nachrichten ausnutzten. Anbieter würden dabei Nutzer durch Fake News auf Websites locken, um Geld zu verdienen. Google verbiete solche Seiten, die Anzeigen mit falschem Inhalt schalten, betont Spencer. Von 11 000 untersuchten Websites blockierte Google demnach über 650, 90 Verlagen wurde gekündigt.

Seit 15 Jahren investiere Google in Technologien und Talente, um gegen Anzeigenbetrug, Malware und betrügerische Inhalte vorzugehen. „Letztes Jahr waren wir in der Lage, mehr bösartige Akteure aus unserem Ad-Ökosystem als je zuvor und schneller zu entfernen“, schrieb Spencer. Dabei ermögliche neue Technologie etwa, Anzeigen nur auf Seiten zu blockieren, auf denen Verstöße erkannt werden.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Netzwelt

Moskau geht gegen Chatdienst Telegram vor

Moskau. Russland will den Zugang zum populären Internetdienst Telegram sperren, doch der gibt nicht klein bei. Es ist die bislang schärfte Schlacht um Freiheit oder Kontrolle im russischen Teil des Internets.mehr...

Netzwelt

Facebook: Eltern werden zu Einstellungen gefragt

Menlo Park. Facebook kündigt die nächsten Schritte zur Umsetzung der ab Ende Mai greifenden EU-Datenschutzverordnung an. Diesmal geht es unter anderem um den Schutz von Jugendlichen und die Rückkehr der Gesichtserkennung in Europa.mehr...

Netzwelt

US-Gericht legt Streit um Microsoft-Mails zu den Akten

Washington. Der jahrelange Streit zwischen Microsoft und der US-Regierung um den Zugang zu in Irland gespeicherten E-Mails ist ohne eine abschließende Entscheidung des Obersten Gerichts der USA ausgegangen.mehr...