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Grafité hält VfL Wolfsburg auf Kurs

Wolfsburg (dpa) Den verbalen Ritterschlag erhielt Grafité von Felix Magath höchst persönlich. «Er ist ein Sturmführer, der sich das Prädikat auch wirklich verdient», sagte der Trainer des VfL Wolfsburg nach dem 3:0 (1:0) über Energie Cottbus über den Brasilianer, der alle drei Tore erzielte.

Grafité hält VfL Wolfsburg auf Kurs

Der Wolfsburger Grafite erzielte alle drei Tore beim 3:0 gegen den FC Energie.

Mit dem fünften Heimsieg hielt der UEFA-Cup-Teilnehmer Anschluss ans obere Tabellendrittel der Fußball-Bundesliga und damit zu den internationalen Startplätzen, die in dieser Saison erst recht Ziel der ambitionierten Werkself sind.

Zwei Tage nach der grandiosen 5:1-Kür im UEFA-Cup gegen den SC Heerenveen war die Liga-Pflicht für die «Wölfe» allerdings alles andere als ein Selbstläufer. Der Abstiegskandidat aus der Lausitz begann durchaus gefällig und hätte selbst die Führung erzielen können, bis der Lauf des Grafité begann. Zunächst nutzte der Brasilianer ein Elfmetergeschenk von Schiedsrichter Lutz Wagner (Kriftel), nachdem Angriffspartner Edin Dzeko im Strafraum zu Fall gekommen war (36.). Dann setzte sich der wuchtige Sturmtank zweimal gegen die überforderten Cottbuser Verteidiger im Zweikampf durch und schloss eiskalt ab (55./80.).

Die Saisontore sechs, sieben und acht beförderten Grafité in die Spitzengruppe der Bundesliga-Torjäger und zum gefeierten Liebling unter immerhin 23 010 Zuschauern in der Volkswagen Arena. Der 29- Jährige, der erst vor wenigen Tagen seinen Vater verloren hatte, genoss die Anerkennung sichtlich. Von Überheblichkeit aber keine Spur. «Ich nehme meinen Job sehr ernst und arbeite jeden Tag hart», beschrieb Grafité sein Erfolgsgeheimnis, das ihm sein erstes Tore- Triple in der Bundesliga bescherte. Gleich sechsmal war ihm dieses Kunststück in der Heimat gelungen.

In 13 Pflichtspielen dieser Saison hat Grafité nunmehr bereits 12 Tore (3 UEFA-Cup, 8 Bundesliga, 1 DFB-Pokal) erzielt. Und sein Appetit ist längst nicht gestillt: «Ich will noch so viele Tore wie möglich schießen.» Magath ist sich dessen sicher. «Er ist ein Stürmer, der immer den direkten Weg zum Tor sucht. Das hat er anderen voraus. Das macht ihn stark», sagte der 55 Jahre alte Fußball-Lehrer über seinen aktuellen Erfolgsgaranten.

Männer solchen Formats haben die Cottbuser nicht in ihren Reihen. Die limitierten Möglichkeiten des Teams von Bojan Prasnikar wurden auch in Wolfsburg deutlich, obwohl sich der Abstiegskandidat Nummer eins eine Halbzeit lang ordentlich verkaufte. «Da war zu sehen, dass die Mannschaft intakt ist. Wir brauchen dringend ein Erfolgserlebnis», sagte Kapitän Timo Rost nach dem sechsten sieglosen Spiel in Serie. Nun soll gegen den Karlsruher SC endlich ein Dreier her. «Das ist für uns ein Endspiel», bestimmte Rost. «Wir werden uns mit Sicherheit nicht schon jetzt in die zweite Liga abmelden», bestätigte Teamkollege Marco Kurth trotzig.

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