Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Grillen auf dem Balkon ist grundsätzlich erlaubt

Berlin (dpa/tmn) Ob Steak, Fisch oder Gemüse - im Sommer wollen Mieter auf Grillspaß nicht verzichten. Müssen sie auch nicht, denn grundsätzlich ist Grillen auch auf dem Balkon erlaubt. Allerdings gibt es Grenzen.

Grillen auf dem Balkon ist grundsätzlich erlaubt

Mieter, die gern grillen, dürfen ihrer Leidenschaft grundsätzlich auch auf dem Balkon frönen. Foto: Daniel Karmann/dpa

Endlich Sommer! Bei Temperaturen weit über 20 Grad zieht es viele nach draußen. Wer seinen Grill auf dem Balkon anwerfen möchte, darf das grundsätzlich. Denn das Grillen auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten ist Mietern erlaubt, erklärt der Deutsche Mieterbund in Berlin.

Nachbarn müssen dies akzeptieren. Eine Ausnahme: Ist im Mietvertrag ausdrücklich das Grillen auf Balkon oder Terrasse verboten, müssen sich Mieter daran halten. Wer das Grillverbot missachtet, riskiert eine Abmahnung oder die Kündigung, befand das Landgericht Essen (Az.: 10 S 438/01).

Aber auch ohne entsprechende Regelung im Mietvertrag darf nicht immer gegrillt werden. Zieht zum Beispiel der Rauch direkt in das Fester eines Nachbarn, ist die Grenze der Zumutbarkeit für die Nachbarn in der Regel überschritten. Anders gesagt: Grillen ist in diesem Fall untersagt. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Grill auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten steht. Bei wesentlichen Beeinträchtigungen durch Ruß, Rauch oder dichten Qualm liegt eine Ordnungswidrigkeit vor, die mit einer Geldbuße geahndet werden kann.

Grundsätzlich gibt es auch beim Grillen ein allgemeingültiges Gebot der Rücksichtnahme, erklärt der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland. Das heißt, dass während der Grillsaison allenfalls zweimal im Monat auf dem Balkon gegrillt werden sollte. Betroffenen Nachbarn sollte hierbei durch eine vorherige Ankündigung die Möglichkeit gegeben werden, sich vor Rauchbelästigungen zu schützen.

Auch wenn nur nach Vorankündigung oder nur zwischen 17.00 Uhr und 22.00 Uhr vereinzelt gegrillt wird, muss immer die Rauchbeeinträchtigung für die Nachbarn so gering wie möglich gehalten werden. Deshalb sollten Grillfreunde vom Holzkohle- zum Elektrogrill wechseln und möglichst mit Aluminiumschalen arbeiten, empfiehlt der Mieterbund.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Leben : Haus und Garten

Geschäft statt Laden? Wohnungskündigung kein "Selbstläufer"

Karlsruhe (dpa) Haus abreißen, Hotel bauen und nach mehr Miete rufen - so einfach wie bei Monopoly läuft es im wirklichen Leben nicht. Dafür sorgt das Mietrecht und mit ihm nun verstärkt auch der BGH.mehr...

Leben : Haus und Garten

Wohngemeinschaft und Mieterwechsel: Alles rund ums Kündigen

Berlin (dpa/tmn) Mit anderen Menschen eine Wohngemeinschaft gründen, ist eine tolle Sache. Rein rechtlich ist es aber eine komplizierte Sache. Was bei der Gründung und Kündigung zu beachten ist, erklärt der Deutsche Mieterbund.mehr...

Leben : Haus und Garten

Kinderlärm und Klospülung - Ausnahmen von der Nachtruhe

Berlin (dpa/tmn) Daran müssen sich alle Mieter halten: Zwischen 22.00 und 6:00 Uhr gilt die sogenannte Nachtruhe. Dennoch gibt es Situationen, in denen die Beschränkung nichtig wird.mehr...

Leben : Haus und Garten

Im Grünen oder urban: Das steckt hinter Immobilien-Anzeigen

Berlin (dpa/tmn) Kurz und knackig bringen Annoncen die Vorteile von Häusern und Wohnungen zu Geltung. Schön klingende Umschreibungen lassen die Immobilien in bestem Licht erscheinen. Die Wahrheit steckt oft zwischen den Zeilen.mehr...

Leben : Haus und Garten

Individuelle Vertragsabsprachen haben Vorrang vor AGB

Vaihingen a. d. Enz (dpa/tmn) Mieter können mit ihrem Vermieter auch mündliche Vereinbarungen treffen. Das gilt selbst dann, wenn im Mietvertrag festgelegt ist, dass Zusätze schriftlich festgehalten werden müssen. Eine fristlose Kündigung ist jedenfalls nicht gerechtfertigt.mehr...