Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Großbritannien aus dem Defizitverfahren der EU entlassen

Brüssel. Die EU-Finanzminister haben Großbritannien nach fast zehn Jahren offiziell aus dem Defizitverfahren entlassen. Die jährliche Neuverschuldung sei unter drei Prozent der Wirtschaftsleistung gesunken, teilten die Ressortchefs in Brüssel mit.

Großbritannien aus dem Defizitverfahren der EU entlassen

Im Jahre 2009/2010 lag die Neuverschuldung Großbritanniens noch bei zehn Prozent der Wirtschaftsleistung. Seitdem ist sie stetig gesunken. Foto: Matt Dunham/Symbolbild

Damit verbleiben nur noch Frankreich und Spanien unter dieser gesonderten Haushaltskontrolle. In der EU ist laut den sogenannten Maastricht-Kriterien eine jährliche Neuverschuldung von 3,0 Prozent des jeweiligen nationalen Bruttoinlandprodukts (BIP) erlaubt. Halten sich Staaten nicht daran, werden ihnen in Defizitverfahren konkrete Handlungsempfehlungen gegeben, wie sie ihre finanziellen Probleme innerhalb eines bestimmten Zeitraums in den Griff bekommen können. Für Länder, die den Euro eingeführt haben, sind bei anhaltendem Verstoß zudem hohe Geldstrafen möglich. In der Praxis wurden diese aber nie verhängt.

Im Jahre 2009/2010 lag die Neuverschuldung Großbritanniens noch bei zehn Prozent der Wirtschaftsleistung. Seitdem ist sie stetig gesunken. 2015/2016 lag sie bei 4 Prozent, 2016/2017 schließlich bei 2,3 Prozent. Im Laufe der Jahre befanden die EU-Finanzminister zweimal, dass Großbritannien keine ausreichenden Gegenmaßnahmen eingeleitet habe, um die Neuverschuldung in den Griff zu kriegen. Da das Land aber nicht in der Eurozone ist, konnten keine Strafen verhängt werden. Großbritannien wird die EU im März 2019 verlassen.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Wirtschaft

BMW baut Elektro-Mini in China

München. Der größte Automarkt China verlangt Elektroautos - den nächsten Elektro-Mini will BMW in der Volksrepublik bauen. Mit einem neuen Partner. Und dabei einen Fehler vermeiden, den Audi gemacht hat.mehr...

Wirtschaft

Tabakriese BAT mit guten Zahlen nach Zukauf

London. Die Übernahme von Reynolds American und das schwache britische Pfund haben das Wachstum des Tabakkonzerns British American Tobacco (BAT) im vergangenen Geschäftsjahr kräftig angetrieben.mehr...

Wirtschaft

Entscheidung über Diesel-Fahrverbote vertagt

Leipzig. Es bleibt spannend: Nach jahrelangen Diskussionen nehmen sich auch die obersten Verwaltungsrichter ein paar Tage Zeit, um Klarheit zu schaffen, ob Diesel-Fahrverbote nach geltendem Recht zulässig sind.mehr...

Wirtschaft

US-Notenbanker signalisieren weitere Leitzinsanhebungen

Washington. Die US-Notenbank Fed hat weitere Leitzinsanhebungen signalisiert. „Laut einer Mehrheit der Teilnehmer erhöht der stärkere wirtschaftliche Ausblick die Wahrscheinlichkeit für weitere graduelle Leitzinsanhebungen.“mehr...