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In Bremen

Großrazzia und Vereinsverbot für Salafisten

BREMEN Mit einem Großaufgebot der Polizei haben die Behörden in Bremen das Verbot eines Salafistenvereins durchgesetzt und mehrere Räumedurchsucht. Nun sollen Festplatten ausgewertet werden, von denen die Beamten sich Informationen über die islamistische Szene erhoffen. Der Verein wird außerdem verdächtigt, IS-Kämpfer zu rekrutieren.

Großrazzia und Vereinsverbot für Salafisten

Der Salafisten-Szene in Bremen werden Kontakte zu Terrormilizen in Syrien nachgesagt. Auf Anordnung des Innensenators tritt die Polizei in Aktion.

Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) hat mit sofortiger Wirkung einen radikal-islamischen Verein verboten und aufgelöst. Bei einer Großrazzia durchsuchte die Polizei am Dienstag zwölf Privatwohnungen sowie Vereinsräume in Bremen und eine Autowerkstatt im niedersächsischen Delmenhorst. Die Beamten sicherten Computer, Festplatten, Handys, Unterlagen und geringe Bargeldmengen.

Riesige Datenmengen werden ausgewertet

An der Razzia waren rund 200 Polizeibeamte beteiligt, auch Spezialkräfte. Bei der Aktion ging es nicht um die Suche nach Waffen, sondern um Informationen, die Aufschluss über Abläufe in der islamistischen Szene geben. Hinweise werden von der Auswertung der Festplatten erwartet. Mäurer sprach von „riesigen Datenmengen“.

DÜSSELDORF. Die Terrorgefahr durch radikale Islamisten ist gestiegen, sagen die Sicherheitsbehörden in NRW. Das zeigten nicht nur die Anschläge von Paris und Kopenhagen. Die gewaltbereiten Salafisten seien mehr und risikobereiter geworden.mehr...

Bei der Vereinigung handelt es sich um den Islamischen Förderverein Bremen, eine Nachfolgeorganisation des bereits im Dezember 2014 verbotenen salafistischen Kultur & Familien Vereins (KuF), wie Innensenator Mäurer erklärte. Sie steht im Verdacht, Terrorkämpfer für den Syrien-Einsatz zu rekrutieren.

Mitglieder zum IS nach Syrien ausgereist

Der jetzt verbotene Verein wurde schon 2009 gegründet und den Ermittlern zufolge gezielt unterwandert. Im Sommer 2015 hätten ihn ehemalige KuF-Mitglieder „kalt übernommen“. Allein diese Fortführung habe schon strafrechtliche Relevanz.

Karlsruhe/Mönchengladbach Der als Initiator der Wuppertaler "Scharia-Polizei" bekanntgewordene radikale Islamist Sven Lau sitzt wegen Terrorverdachts in Haft. Die Bundesanwaltschaft hat ihn am Dienstagmorgen in Mönchengladbach mit Haftbefehl vom 11. Dezember festnehmen lassen.mehr...

Ein Viertel der KuF-Mitglieder hatte sich nach Angaben von Mäurer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen. Sie seien an Terroranschlägen und Kampfhandlungen in Syrien beteiligt. Sechs der ausgereisten Männer seien bei Kampfeinsätzen in Syrien gestorben.

Die Zahl der Salafisten in Bremen wird auf 360 geschätzt, bundesweit sind es nach Angaben des Bundesverfassungsschutzes etwa 7500 (Stand von Juni 2015).

DORTMUND Feindlich gesonnene Fußballfans aus Frankfurt und obendrein noch Salafisten - die Polizei ist an diesem Samstag (15.2.) auf der Hut. Durch ein Risikospiel in der Bundesliga und einem nicht weniger riskanten Demonstrationseinsatz ist viel Polizei zu sehen. Auch das Ordnungsamt ist im Einsatz, um das seit Saisonbeginn gültige Glasverbot durchzusetzen.mehr...

Die Islamisten-Szene in Bremen war zuletzt im Februar 2015 mit einer Durchsuchung des Islamischen Kulturzentrums (IKZ) in den Schlagzeilen. Allerdings hatte sich damals der Terror-Verdacht nicht bestätigt. Die Polizeiaktion wurde später vom Bremer Landgericht als rechtswidrig eingestuft. 

Von dpa

Wuppertal Er sollte am Mittwoch für über zwei Jahre ins Gefängnis kommen, bleib aber einfach weg. 2012 hatte der Mann aus Iserlohn Krawalle der Salafisten angeführt, bei denen sie Polizisten bedrohten und verletzten. Er wird jetzt europaweit per Haftbefehl gesucht - doch die Staatsanwaltschaft hat eine Vermutung, wo er sein könnte.mehr...

 

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