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Grundstein für Ehrenmal der Bundeswehr gelegt

Berlin (dpa) Nach jahrelanger Debatte hat in Berlin der Bau eines zentralen Ehrenmals für getötete Bundeswehrsoldaten begonnen. Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) legte am Donnerstag in einer feierlichen Zeremonie symbolisch den Grundstein.

Grundstein für Ehrenmal der Bundeswehr gelegt

Blick auf ein Modell für das Ehrenmal für die im Dienst getöteten Bundeswehrsoldaten.

Die öffentlich zugängliche Gedenkstätte soll bis zum Sommer im Bendlerblock - dem Berliner Sitz des Verteidigungsministeriums - entstehen.

Sie ist den etwa 2900 Soldaten und zivilen Bundeswehrangehörigen gewidmet, die seit Gründung der Bundeswehr 1955 im Dienst ums Leben kamen. Jung sagte, Staat und Gesellschaft hätten eine Verpflichtung, die Getöteten «in würdiger Erinnerung zu behalten».

Nach den Plänen des Münchener Architekten Andreas Meck entsteht eine Stahlbeton-Konstruktion, die von einer Bronzehülle umgeben ist. Im Inneren ist ein in schwarz gehaltener Raum der Stille vorgesehen, wo an einer Gedenktafel Kränze und Blumen niedergelegt werden können.

Die Wahl des Standorts sorgt weiterhin für Kritik. Der Wehrbeauftragte des Bundestags, Reinhold Robbe (SPD), sagte in der ARD, die Soldaten hätten sich einen prominenteren Platz gewünscht, «zum Beispiel in unmittelbarer Nähe des Reichstags». Auch FDP- Fraktionsvize Birgit Homburger beklagte in der «Saarbrücker Zeitung» (Freitag), ein Denkmal am Bendlerblock sei «weit weg von den Bürgern». Jung verteidigte seine Entscheidung. Die Gedenkstätte werde an einem Ort errichtet, «der wie kein anderer für die Bundeswehr steht».

Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) stellte in der «Saarbrücker Zeitung» die Frage, «warum es kein Denkmal für alle ist, die bei der Wahrnehmung der internationalen Verantwortung Deutschlands gestorben sind». Dazu gehörten auch Diplomaten, Polizisten oder Entwicklungshelfer. Der kritische Offiziersverband «Darmstädter Signal» bemängelte, die geplante «Wartehalle im Großformat» sei für die persönliche Trauer der Hinterbliebenen nicht geeignet. Sie diene nur «der vor laufenden Kameras öffentlich vorgetragenen Trauer-Show des Herrn Ministers».

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