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Gut zu Fuß - Beschwerden an Haut und Nägeln vorbeugen

Euskirchen (dpa/tmn) Füße tragen einen Menschen durch das Leben, bekommen aber oft erst dann Aufmerksamkeit, wenn sie jucken, drücken oder schmerzen. Oft sind Pilze, Druckstellen oder eingewachsene Nägel der Grund.

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Bei eingewachsenen Nägeln entfernen Podologen den betroffenen Teil des Nagels. Foto: Andrea Warnecke

Einmal in der Woche sollte man seinen Füßen ein Bad gönnen. Das tut gut und kann vielen Beschwerden vorbeugen. Foto: Andrea Warnecke

Beim Entfernen der Hornhaut sollte nicht zuviel entfernt werden, sonst wächst die Hornhaut noch stärker nach. Foto: Andrea Warnecke

Viele beachten sie nur im Sommer. Nämlich dann, wenn sie in offenen Schuhen oder am Strand gut und gepflegt aussehen sollen. Dabei verdienen unsere Füße immer Aufmerksamkeit. Und ganz besonders, wenn Haut oder Nägel Beschwerden machen.

Vorbeugen: «Durch regelmäßige Pflege kann man verhindern, dass viele Fußprobleme entstehen», sagt Annett Ullrich, Vizepräsidentin des Zentralverbandes der Podologen und Fußpfleger Deutschlands (ZFD). Einmal in der Woche brauchen die Füße ein Fußbad, sagt Monika Ferdinand, Vorsitzende des Bundesverbandes Deutscher Kosmetiker in Bexbach bei Kaiserslautern. Das Wasser sollte nicht zu heiß sein und das Bad nicht länger als fünf Minuten dauern, damit die Haut nicht zu stark aufquillt. Zuviel Hornhaut wird mit einem Bimsstein entfernt. «Dabei sollte man nicht übertreiben, denn wird zuviel entfernt, wächst die Hornhaut doppelt nach», sagt Ferdinand.

Fußpilz: Schuppige oder rissige Haut sind ein typisches Zeichen für Fußpilz, oft auch lästiges Jucken. Einfangen kann man sich den Pilz vor allem dort, wo es warm und feucht ist, aber auch in Teppichen von Hotels. Der beste Schutz sind Badelatschen, sagt Jan Hundgeburth vom Berufsverband der Deutschen Dermatologen. Auch sollte man gerade die Zehenzwischenräume gut abtrocknen, da Feuchtigkeit den Pilz begünstigt. Bei der Gelegenheit schaut man auch mal genauer hin: Mit kleinen Rissen oder bei schuppiger Haut sollte man zum Hautarzt. Wer den Pilz nicht bemerkt, trägt ihn durch die Gegend und steckt andere an - auch andere Familienmitglieder im Badezimmer. Zur Behandlung wird eine pilzabtötende Creme etwa drei Wochen aufgetragen. Viele cremen aber zu kurz. «Die Gefahr ist, dass aber noch Pilzsporen in der Haut stecken», erklärt Hundgeburth. Dann kommt es zum Rückfall.

Nagelpilz: Verfärben sich die Fußnägel gelb und werden hart, ist das oft ein Zeichen für Nagelpilz. Betroffene sollten zum Hautarzt gehen. Ist nur die vordere Hälfte des Nagels betroffen, wird der Pilz über einige Monate mit speziellem Nagellack eingepinselt. So wird der Pilz abgetötet und der Nagel kann gesund nachwachsen. Hat der Pilz die Nagelwurzel erreicht, können meist nur noch verschreibungspflichtige Tabletten helfen.

Eingewachsene Nägel: Für eingewachsene Nägel gibt es vor allem einen Grund: «Sie werden zu kurz geschnitten, vor allem die Ecken werden zu weit runter oder zu rund geschnitten, dadurch verändert sich das Nagelbett und der in seiner ursprünglich nachwachsende Nagel findet nicht den notwendigen Platz», erklärt Ullrich. Es kommt zu Schmerzen beim Gehen bis hin zu eitrigen Entzündungen. Zwickt es nur leicht, kann ein Fußbad mit viel Shampoo oder Seife helfen, rät Hundgeburth. Podologen entfernen Ullrich zufolge den eingewachsenen Nagelteil und bringen den Nagel mit einer Nagelfalztamponade oder einer Orthonoxiespange wieder auf den richtigen Weg.

Hühneraugen: Wo die Haut an den Füßen oft zu viel Druck ausgesetzt ist, schützt sie sich durch eine Hornschicht. So können starke Verhornungen entstehen. Die Ursache für den starken Druck kann eine Fußfehlstellung sein. Bei vielen Menschen jedoch gehören Hühneraugen in die Kategorie «selbst gemachte Leiden» - sie tragen zu enge Schuhe. Zunächst können Hühneraugenpflaster helfen. Sie enthalten Harnstoff oder Salicylsäure. «Diese Zusätze erweichen die Haut, die dann mit einem Bimsstein vorsichtig abgetragen werden kann», sagt Hundgeburth. Es braucht aber einige Zyklen dieser Behandlung.

Podologen-Liste vom ZFD

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