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Venustransit

Gute Chancen für klare Sicht im Osten - Westen bewölkt

Berlin Frühaufsteher werden am Mittwoch mit einem Jahrhundertschauspiel am Himmel belohnt: Die Venus schiebt sich als dunkler Fleck vor der Sonne entlang. Aber nicht in allen Teilen Deutschlands scheint das Wetter mitzuspielen.

„Je östlicher, desto besser die Chancen“, sagte der Meteorologe Helmut Malewski vom Deutschen Wetterdienst (DWD) am Montag. Erst in 105 Jahren wird die Venus wieder vor der Sonne entlang spazieren.

Gute Chancen auf freie Sicht haben nach Prognose des DWD die Küstenregionen, Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen und der Osten Bayerns. „Im Westen gibt es stärkere Bewölkung“, kündigte Malewski an. Das bedeute jedoch nicht, dass sich dort Astronomiebegeisterte das frühe Aufstehen sparen sollten. Eine Gelegenheit für ein Blick auf die teilweise verdeckte Sonne könne es mit etwas Glück auch dort geben. Der Transit ist wie eine Mini-Sonnenfinsternis. Die Venus schiebt sich als kleines dunkles Scheibchen vor die leuchtende Sonne. Der dunkle Fleck ist jedoch leicht zu übersehen. Denn die Kontur der Venus erscheint nur rund ein Promille so groß wie die Sonnenscheibe.

Am frühen Aufstehen kommen Interessierte nicht vorbei: Europa ist in diesem Jahr in keiner günstigen Position, um das Spektakel zu beobachten. Wenn die Sonne kurz nach 5.00 Uhr über den Horizont steigt, ist das Schauspiel schon fast zu Ende. Nur etwa die letzten anderthalb Stunden lassen sich von Deutschland aus beobachten. Der vergangene Venustransit war in Mitteleuropa wesentlich einfacherer zu beobachten. In voller Länge konnte er am 8. Juni 2004 am Sommerhimmel von Mitteleuropa aus betrachtet werden.  

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