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Gymnasium am Ostring muss Justiz weichen

MITTE Die Argumente waren schon ausgetauscht, die Entscheidung der Koalition stand - selbst die Bezirksvertretung Mitte, die in eigenen Belangen schon mal eine von den Mehrheitsfraktionen abweichende Meinung vertritt, gab gestern die Empfehlung ab, das Gymnasium am Ostring mit der Albert-Einstein-Schule in einem Neubau an der Querenburger Straße zusammenzulegen.

von von Joachim Stöwer

, 06.12.2007

Damit ist der Ausgang der Abstimmung im Rat am kommenden Donnerstag klar. Ostring muss den Justizbauten weichen. Allerdings nicht ohne geharnischte Proteste - und evtl. einen Bürgerentscheid. Schulleiter Werner Schulz kritisierte die Prognosen für die Anmeldezahlen und die schulfachliche Bewertung durch das Schulverwaltungsamt der Stadt als "unsachlich" - keine Argumente der Stellungnahme, die für den Erhalt des Gymnasiums gesprochen hätten, seien fachgerecht bewertet worden.

Seine Schlussfolgerung: "Das Gymnasium am Ostring soll zugunsten des Fortbestands anderer Gymnasien geopfert werden." Eine Minimalforderung angesichts der Klassenzuteilung von 2 zu 3 im neuen Großgymnasium: "Wir wollen wenigstens Gleichbehandlung."

"Neue Schule, neue Chancen"

Dr. Günter Levin, SPD-Sprecher im Bezirk Mitte, versteht das Klagen nicht: "Ein neue Schule bietet auch neue Chancen." Kämmerer Dr. Busch fragte in Richtung CDU: "Wo bitte, werden denn in NRW neue Gymnasien gebaut?"

Aber zu welchem Zweck, fragt sich CDU-Sprecher James Wille und lieferte die Antwort in einer langen Abrechnung mit der Bildungspolitik der Koalition, die auf Bildungsgleichheit statt -vielfalt setze.

Zwei Empfehlungen gab es vom Bezirk Mitte in Sachen Schule noch für den Rat: Die Hans-Böckler-Realschule soll nicht auslaufen (einstimmig), und der Schulverbund zwischen Vöde- und Max-Grewe-Schule soll durch eine Moratorium bis zum Schuljahr 2010/11 aufgeschoben werden.