Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Hallenbad Querenburg wird saniert

Konjunkturpaket II

Teurer als die des Rathauses ist die Sanierung des Hallenbades in Querenburg. Fast sechs Millionen Euro. Finanziert aus dem Konjunkturpaket II. Dabei muss exakt gemessen werden, denn der Millimeter entscheidet über die Wettkampftauglichkeit

BOCHUM

von Von Benedikt Reichel

, 12.08.2010

Von Beckenrand zu Beckenrand sind es dann exakt 50 Meter. Kein Millimeter mehr. Das reicht aus, um Wettkämpfe austragen zu können. So war es auch vorher. Doch fast wären es nur 49,998 Meter geworden. Zwei Millimeter zu kurz für Schwimmwettbewerbe. "Wir haben uns für ein Edelstahlbecken entschieden", sagt Frank Allmeroth, Leiter der Zentralen Dienste. Das sieht schöner aus als die Fliesen, ist pflegeleichter, weniger anfällig für Schäden und in der Anschaffung nicht wirklich teuer. Die Edelstahlwände werden auf die alten hellblauen Fließen des Hallenbades aufgesetzt. "Doch damit gehen zwei Millimeter verloren", sagt Allmeroth. Im Plan wurde nachgebessert. An einer Wand wird Putz abgeklopft, schon stimmt die Länge. Die Wettkämpfe können kommen.Hallenbad ist Schadstofffrei Zumindest ab Oktober 2011. Dann soll das Bad wieder eröffnet werden. Seit Monaten sind die Bauarbeiten schon im Gange. Zunächst musste das in die Jahre gekommene Hallenbad aus den 70ern jedoch von Schadstoffen befreit werden. Seitdem in den Decken kein Asbest mehr steckt, sind die tatsächlichen Sanierungsarbeiten im Gange. Neue Fenster, neue Technik und ein neues Dach. "Damit reduzieren wir die Energiekosten um die Hälfte", sagt Allmeroth. Das spart pro Jahr circa 150 000 Euro.Wärmeverlust verhindern Vor allem die neue Filtertechnik verhindert, dass warmes Wasser einfach abgepumpt und durch neues, kaltes ersetzt wird. Ab Oktober 2011 wird mehr gefiltert. Das spart Heizkosten. Und auch die Fenster lassen weniger Wärme nach Außen dringen. "Etwa drei Mal weniger", sagt Allmeroth und untermauert dies mit Zahlen zum "Wärmedurchgangskoeffizient". Mit Kosten von 5,9 Millionen Euro ist die Sanierung des Hallenbades die teuerste Einzelmaßnahme des Konjunkturpakets. 560 000 Euro steuert die RUB bei, ermöglicht so die Sanierung der Umkleiden und Sanitäranlagen. "Das Sahnehäubchen", sagt Sportdezernentin Birgitt Collisi. Im Gegenzug muss die Uni sich nicht mehr an den laufenden Betriebskosten beteiligen, sondern nur regulär Miete zahlen.