Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

40 Jahre Rallye Club im ADAC - 35 Jahre Fahrsicherheitszentrum Westfalen

Tag der offenen Tür

HALTERN Einfach Spaß am Auto fahren - eigentlich der beste Grund, einen Rallye Club zu gründen. Und was sich vor vier Jahrzehnten aus reiner Fahrfreude formierte, hat sich bis heute zu einem der modernsten Fahrsicherheitszentren Deutschlands gemausert.

von Von Sonja Kostersitz

, 04.08.2010
40 Jahre Rallye Club im ADAC - 35 Jahre Fahrsicherheitszentrum  Westfalen

Für mehr Souveränität auf Rädern (v.l.): Fahrsicherheitstrainer Christoph Sieg und Peter Franz.

Aber echte Leidenschaft ist ja von jeher der beste Motor. Wie weit es ein paar Fahrfreunde in 40 Jahren bringen können, zeigen heute Fahrdynamikplatte, Wasserhindernisse, Simulation und ein wachsender Kundenstamm. „Wir sind zufrieden“, sagt Rallye Club-Sportleiter Joachim Käsgen und blickt aus dem Fenster seines Büros: Auf 49.000 qm wird dem Ungeschulten sicheres Fahren und versierter Umgang mit seinem Fahrzeug näher gebracht.

Bis zu 36 Teilnehmer finden pro Tag den Weg auf das Trainingsgelände des Rallye Clubs e.V. im ADAC, lernen von Fahrsicherheitstrainern das eigene Auto neu kennen: Verhalten in der Kurve, kontrolliertes Bremsen auf glattem und griffigem Untergrund, ungeahnte Einblicke in das komplizierte Innenleben ihres Lieblings. Je moderner das Auto, so komplizierter erscheint es oft dem Fahrer. Das waren noch Zeiten, als die Gründungsväter des Rallye Clubs 1970 durch die Gegend düsten, Rallyes veranstalteten mit Klassikern wie Ford Escort oder VW Passat. „Einfach Spaß am Auto fahren,“ wiederholt Käsgen.

Aus Spaß wurde Ernst, als das Clubgebäude 2001 den Flammen zum Opfer fiel. „Ein technischer Defekt, alles war hin.“ Doch echte Leidenschaft endet nicht an Tiefpunkten. In den Ruinen entstand drei Jahre später ein schickes Bürogebäude mit Schulungsräumen, ein technisch hoch anspruchsvolles Trainingsgelände. Die Mitgliederzahl wuchs bis heute auf 165 an. Und die treiben‘s bunt: Eine Jugendgruppe fährt Kart-Slalom auf Turnier-Niveau, die Renn-Kart-Gruppe misst sich deutschlandweit. Dann ist da noch die Car-Modellgruppe – Männer, die mit Fernbedienungen kleine Autos um die Kurven jagen. „Macht Spaß“, sagt Käsgen lachend. Spaß gibt es nämlich noch heute beim Rallye Club. Immer wieder mittwochs treffen sich die Fahrfreunde zum Clubabend.

Nur eins ist nicht perfekt: „Die Frauenquote könnte höher sein.“ Klischee erfüllt? Von wegen, „aber beim Motorradtraining auf unserem Gelände in Recklinghausen“, schiebt Käsgen freudig hinterher, „da haben die Frauen die Nase klar vorn.“ Na also, beim Halterner Rallye Club findet doch jeder was – die Freude am Fahren genügt. 

  • Seinen Geburtstag möchte der Rallye Club mit allen feiern. Mit einem Tag der offenen Tür. Los geht‘s am Sonntag (8.8.) auf dem Trainingsgelände, Berghaltern 59. Von 11 bis 18 Uhr warten dort ein Formel 1-Simulator, eine Motorrad-Stunt-Show, Kostproben aus dem Sicherheitstraining und Schumacher-Double Frank Saassen. Ein garantierter Spaß für Groß und Klein.  www.adac-fsz-westfalen.de
Lesen Sie jetzt