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Altenheim St. Anna erhielt Note 1,5

Qualitätsanalye

Geschäftsführer Heinz-Josef Krusel ist versöhnt. Das Altenzentrum auf dem Annaberg glänzt mit der Qualitätsnote 1,5.

HALTERN

von Von Elisabeth Schrief

, 18.08.2010
Altenheim St. Anna erhielt Note 1,5

Besser geht es nicht: Für die soziale Betreuung und Alltagsgestaltung im Anna-Wohnheim gab es eine glatte Eins.

Gleichwohl stellt der Geschäftsführer der beiden katholischen Altenheime die Transparenzberichte des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen infrage.   „Wenn man bedenkt, dass wir die Häuser in Personalunion führen, ist die Benotung des Sixtus-Wohnhauses mit 3,0 überhaupt nicht nachvollziehbar“, sagte Krusel. Eigentlich werde durch die aktuelle Veröffentlichung eher deutlich, dass der Medizinische Dienst die Wirklichkeit in Sixtus nicht getroffen habe.

Für Krusel gibt es keinen Unterschied: Die Arbeit sei in der Stadt wie auf dem Annaberg von gleich hoher Qualität geprägt. Die im Januar bekannt gewordene Benotung des Sixtus-Hauses an der Gartenstraße hatte immensen Ärger und Frust ausgelöst (wir berichteten). In den Noten für die soziale Betreuung und Alltagsversorgung sowie für Wohnen, Verpflegung, Hauswirtschaft und Hygiene spiegelt sich die Einheit wider: Für beide Häuser gaben die Gutachter übereinstimmend zweimal „sehr gut“. Bei der Pflege sowie dem Umgang mit demenzkranken Bewohnern zieht der Annaberg hingegen an St. Sixtus vorbei: 1,6 statt 4,0 und 2,7 statt 4,1. „Wir freuen uns sehr über das gute Ergebnis und sehen es als Genugtuung nach der Enttäuschung im Januar.“ Krusel betont jedoch, dass die Mitarbeiter in beiden Häusern identisch gute Arbeit leisten. „Für die Motivation unserer Mitarbeiter war das gute Ergebnis auf jeden Fall wichtig.“ Gegen das Gutachten über St. Sixtus und auch gegen einzelne Kritikpunkte am Annaheim erhob die Geschäftsleitung Einsprüche. Krusel: „Sie wurden abgeschmettert.“ Die Transparenzberichte über die deutschen Altenpflegeeinrichtungen und deren Aussagefähigkeit sind ohnehin umstritten.

Die Prüfungen sind rein bürokratisch geprägt und orientieren sich allein an den geführten Dokumentationen in den Einrichtungen. Ein besseres Mittel, um sich von der Qualität der Häuser zu überzeugen, sieht Heinz-Josef Krusel in einem persönlichen Besuch. Dass beide Einrichtungen der Kirchengemeinde St. Sixtus einen guten Ruf genießen, zeigen die Zahlen: Alle Plätze – 80 auf dem Annaberg, 72 an der Gartenstraße – sind belegt. 

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