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Angebliche Angehörige ab Mittwoch vor Gericht

Germanwings-Absturz

Nach dem Absturz einer Germanwings-Maschine im März 2015 soll sich eine Frau als Angehörige eines Opfers ausgegeben haben. So kam sie an kostenlose Flüge nach Südfrankreich. Am Mittwoch (26. Oktober) steht die 35-Jährige wegen zweifachen Betrugs vor dem Kölner Amtsgericht.

HALTERN/KÖLN

24.10.2016

Die Lufthansa hatte nach dem Unglück mit 150 Toten die Angehörigen unbürokratisch zur Absturzstelle geflogen und auch die Kosten für Unterkunft und Verpflegung übernommen.

Die Frau aus dem Kreis Höxter soll dies ausgenutzt und behauptet haben, sie sei die Cousine einer Lehrerin des Joseph-König-Gymnasiums, das bei der Katastrophe 16 Schüler und zwei Lehrerinnen verlor. In Wirklichkeit stand sie den Ermittlungen zufolge in keiner Beziehung zu einem der Opfer.

Laut Anklage flog sie zweimal - einmal sogar in Begleitung ihrer Kinder und eines Bekannten - auf Kosten der Lufthansa für mehrere Tage nach Marseille, wo sie in einem gehobenen Hotel untergebracht wurde. Insgesamt entstand dem Unternehmen ein Schaden von rund 16000 Euro.

Ein Verhandlungstag

Für den Prozess vor dem Schöffengericht ist nur ein Verhandlungstag angesetzt, es sind mehrere Zeugen geladen. Die Straferwartung liegt nach Angaben eines Gerichtssprechers bei einer Freiheitsstrafe zwischen zwei und vier Jahren.

Die Germanwings-Maschine war am 24. März 2015 auf dem Flug von Barcelona nach Düsseldorf in den französischen Alpen abgestürzt. Der Copilot hatte das Flugzeug absichtlich gegen einen Felsen gesteuert.

Von dpa

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