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DJs legten am Silbersee-Strand auf

SYTHEN Zu Tausenden pilgern Ruhrgebietler und Münsterländler an heißen Tagen an den Silbersee. „Hier mal nachts eine große Party feiern“, diesen Traum müssen viele von ihnen gehabt haben.

von Von Leonid Sirotin

, 31.08.2008
DJs legten am Silbersee-Strand auf

Nicht nur zum Abfeiern kamen die Gäste zum Silbersee...

Denn als der Traum am Samstagabend wahr wurde, herrschten zur Nachtzeit ähnliche Zustände wie an Badewetter-Tagen. Menschenmassen bahnten sich den Weg Richtung Strand. Auf einem abgezäunten Abschnitt standen dort zwei Zelte von 1100 und 700 Quadratmetern Größe, neun DJs beschallten diese bis in die frühen Morgenstunden mit Techno-, Electro-, oder House-Beats.

Mit Tocadisco war auch ein großer Name vertreten. Die Partygesellschaft spaltete sich in zwei Gruppen. Die einen tanzten und feierten in den Zelten, die anderen bevölkerten unter klarem Sternenhimmel und bei sommerlichen Temperaturen Strandkörbe und Liegen. An dieser Partygesellschaft durfte allerdings nicht jeder teilhaben. Obwohl keine große Werbung gemacht wurde, sprach sich das Event in Internet-Foren so schnell rum, dass der Vorverkauf vor zwei Wochen eingestellt werden musste.

„Trotz eines kleinen Abendkassen-Kontingents mussten wir über 1000 Leute wieder wegschicken“, berichtet Stadtcafé-Besitzer Helmut Kuchel. Er und Udo Meilenbrock (Flöz Q/Rossini) haben die Beach-Party organisiert. Offizielle Besucherzahlen liegen noch nicht vor, doch Zelte und Außenbereich waren tatsächlich proppevoll. Doch nicht jeder, der leer ausging, wollte das schlucken. Eine Gruppe von rund 100 Besuchern schlug sich spätnachts von der Münsterstraße aus durch die Büsche und öffnete von außen gewaltsam die Bauzaun-Absperrung.

Das Problem konnte allerdings von der 30-köpfigen Security-Crew schnell unter Kontrolle gebracht werden und blieb der einzige Zwischenfall. „Keine Schlägereien, keine ernsten Verletzungen“, bilanzierte Kuchel zufrieden. Auch die Besucher, teilweise mit 50 Kilometern Anreiseweg, waren begeistert. Einige kritisierten die geringe Außenbeleuchtung, was aber wegen Naturschutz-Auflagen nicht anders zu machen war.

Entstanden ist das Event kurzfristig als Plan B, nachdem Kuchel und Meilenbrock im Mai voraussahen, dass das Wetter es mit ihrer Silbersee-Gastronomie wieder nicht gut meinen würde. Über Szene-Redakteur Andreas Kleinmann kontaktierten sie die DJs. Nach einer positiven Bilanz werden sie nun in den nächsten Monaten nachdenken, ob sie irgendwann ein zweites Mal die Strandnacht zum Tag machen wollen 

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