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Das sagen Halterns Schulleiter zur Digitaloffensive

WLAN und Tablets

Spezielle Computerräume wurden schon vor vielen Jahren in den Schulen eingerichtet, um sie für den Unterricht zu nutzen. Nun soll es nach Angaben des Bundesministeriums für Bildung und Forschung noch einen Schritt weiter gehen. Mit der Bildungsoffensive "DigitalPakt#D" sollen alle Schulen in Deutschland bis 2021 mit WLAN und Geräten wie Tablets versorgt werden. Wir haben uns bei den Halterner Schulen umgehört, wie die Pläne in der Seestadt aufgenommen werden.

HALTERN

, 31.10.2016
Das sagen Halterns Schulleiter zur Digitaloffensive

ILLUSTRATION - Eine Schülerin arbeitet am 17.09.2015 in einem Klassenzimmer in der Gottlieb-Daimler-Schule 2 in Sindelfingen (Baden-Württemberg) an einem Tabletcomputer. Zum aktuellen Schuljahr ist in Baden-Württemberg ein großer Schulversuch zum Einsatz von Tablets im Unterricht gestartet. Über 5.000 Schülerinnen und Schüler sollen künftig mit digitaler Unterstützung lernen und die Chancen und Einsatzmöglichkeiten mobiler Endgeräte im Unterricht erproben. Foto: Wolfram Kastl/dpa (zu dpa "Helfen Tablets beim individuellen Lernen? - Schulversuch gestartet" vom 17.09.2015) +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit

In den kommenden fünf Jahren sollen insgesamt rund fünf Milliarden Euro investiert werden, um die etwa 40000 Grundschulen, weiterführende Schulen und Berufsschulen mit neuer Technik zu versorgen. Das wären umgerechnet etwa 125.000 Euro pro Schule. 13 Schulen gibt es aktuell in Haltern nach dem Zusammenschluss der Martin-Luther- und der Eichendorff-Schule, davon vier weiterführende Schulen.

Realschule:

Frank Cremer, Schulleiter der Alexander-Lebenstein-Realschule, sieht das Fortschreiten der Digitalisierung des Unterrichts positiv. "Das ist mit Sicherheit eine gute Sache. Aber wir haben ja bereits eine gute Infrastruktur in dieser Hinsicht in unserer Schule."

Drei Computerräume gibt es in der Realschule. Diese werden unter anderem für den Informatik-Unterricht verwendet. Zudem gibt es zwei Tablet-Sätze, sodass gleichzeitig zwei Klassen mit den kleinen, flachen Computern arbeiten können. Die Lehrer wurden dafür extra fortgebildet und werden es auch immer wieder. Cremer: "Wir sind ganz zufrieden, aber mehr kann man natürlich immer machen."

Hauptschule:

Ludger Zander, Konrektor der Joseph-Hennewig-Hauptschule, der das Thema ebenfalls positiv sieht, äußerte sich im Gespräch mit unserer Redaktion aber noch zurückhaltend. "Erst einmal müssen wir abwarten, was für Gelder wir bekommen. Wir freuen uns natürlich darüber, aber planen können wir erst, wenn dieser Schritt getan ist", so Zander.

Grundschulen:

In den Halterner Grundschulen wiederum gehören Computer eigentlich schon zum Unterrichts-Alltag. "Die Schulen haben eine Medienausbildungsverpflichtung, auch schon in den Grundschulen", erklärt Veronika Beher, Schulleiterin der Silverbergschule und Sprecherin des Grundschulverbunds. So arbeiten die jüngsten Schüler beispielsweise mit dem Programm "Antolin", einem Online-Portal, das zur Leseförderung der Schüler beitragen soll.

"Die Kinder lesen hier Bücher, können Quizfragen dazu beantworten und ein Leseaustausch findet auch statt", berichtet Beher. Auch Programme für das Blitzrechnen sowie weitere Mathematik- und Deutsch-Übungen sind vorhanden. Ebenso werden die Computer für die Internetrecherche verwendet.

"Wir zeigen, wie vielfältig das Internet ist. Aber den Schülern wird auch klar gemacht, dass es manchmal besser ist, eben etwas in einem Buch nachzuschlagen", so Beher. Die Bildungsoffensive sei daher ein Zusatz zu dem Angebot, welches die Halterner Grundschulen sowieso schon bieten.

Geld für Modernisierung

Wie viel Geld nun wirklich in die Seestadt fließt, ist aber noch offen. "Bislang ist dem Schulamt noch nichts bekannt", erklärte Stadtsprecher Georg Bockey auf Anfrage.

Fest steht indes, dass die Stadt Haltern am See in den kommenden vier Jahren insgesamt fast 2,5 Millionen Euro vom Land NRW erhält. Im Rahmen des Programms "Gute Schule 2020" sollen die Schulen saniert und modernisiert werden. "Ein Punkt ist dann auch die Digitalisierung", sagt Stadtsprecher Bockey. Pro Jahr erhält Haltern etwa 623000 Euro. Im Schulausschuss am 22. November (Dienstag) soll im Zuge einer Beschlussvorlage die weitere Verwendung der Landesgelder besprochen werden.