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Dekanate sollen zusammengefasst werden

Haltern mit Marl und Dorsten

Die Dekanate Haltern, Marl und Dorsten sollen zu einem Dekanat-Lippe zusammengefasst werden. Dechant Martin Ahls bezeichnete die Zusammenführung am Mittwoch als logische Konsequenz aus den Pfarrfusionen der letzten Jahre, auch die Dekanate zu zentralisieren.

HALTERN

von Von Holger Steffe

, 06.06.2012

„Ursprünglich hatte es für Haltern im Kreisdekanat die Überlegung der Zusammenlegung mit Datteln, Recklinghausen und Herten gegeben“, sagte Pfarrer Ahls, der aber die „Lippe“- Lösung als besser geeignet ansieht. „Auch die Dekanatskonferenz hat eingesehen, dass der Zusammenschluss mit Marl und Dorsten sinnvoller ist“, so Ahls, da schon die Krankenhäuser dieser Städte als KKRN (Katholisches Klinikum Ruhrgebiet Nord) verbunden sind und auch das für die Halterner katholischen Kindergärten zuständige Jugendamt in Marl sitzt. Ahls erläuterte, dass die Aufgaben eines Dechanten als Bindeglied zwischen Kirche, Gemeinde und Kommune nicht überbewertet werden dürften. Die Hauptaufgaben liegen beim Kreisdekanat Recklinghausen mit seinen mehr als 230.000 Katholiken.

Dazu gehören sieben Dekanate mit den Städten Datteln, Dorsten, Haltern, Herten, Marl, Recklinghausen und Bottrop-Kirchhellen. Schon jetzt sei das Kreisdekanat die Drehscheibe zwischen Bistum und Pfarrgemeinden. Hier übernehmen laut Ahls Gremien und Institutionen dieser mittleren Ebene Aufgaben, die weder von den Pfarrgemeinden, Seelsorgeeinheiten, Pfarreien-Gemeinschaften oder Pfarrverbänden noch vom Bistum geleistet werden. Das Kreisdekanat diene der Zusammenarbeit zwischen kirchlichen Institutionen und politischen Gremien beziehungsweise Verwaltungsstellen der staatlichen Mittelinstanz. Es bringe wichtige christliche Anliegen in den gesellschaftspolitischen Bereich ein. „Die Zusammenlegung der Dekanate kann noch viele Jahre dauern und ist für die Pfarreien überhaupt nicht von Bedeutung“, betonte der Pressesprecher des Bistums, Karl Hagemann. Zurzeit ist das Bistum noch in 44 Dekanate aufgeteilt. Wegen der Abnahme der Katholikenzahl und des Priestermangels in den vergangenen Jahren wurden Seelsorgeeinheiten in vielen Gemeinden umgesetzt. So auch in Haltern, wo durch die Fusion die größte Pfarrei des Bistums entstand.

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