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Die Lippefähre Maifisch ist nun einquartiert

Positives Fazit

Die Lippefähre „Maifisch“ in Flaesheim hat ihre Fährsaison 2016 am Dienstag beendet: Mitarbeiter vom Bauhof Haltern des Lippeverbandes hievten die Fähre am Dienstagvormittag mit schwerem Gerät aus dem Wasser. Der Sprecher des Lippeverbandes, Michael Steinbach, zog Bilanz nach der ersten vollen Saison.

FLAESHEIM

25.10.2016
Die Lippefähre Maifisch ist nun einquartiert

Die Bilanz lautet: Schätzungsweise 9.500 Radfahrer und Fußgänger nutzten die „Maifisch“ seit dem 18. April 2016, um ans andere Ufer der Lippe zu gelangen. Im vergangenen Jahr war die „Maifisch“ zwar auch schon in Betrieb gewesen, jedoch fand im Herbst 2015 nur ein Probelauf für wenige Wochen statt.

„Aus den Erfahrungen der abgelaufenen Saison 2016 zieht der Lippeverband das Fazit: Die Fähre wurde sehr gut angenommen“, so der Sprecher des Lippeverbandes, Michael Steinbach. Aus wiederholten Gesprächen mit Nutzern habe sich ergeben, dass der überwiegende Teil die neue Freizeiteinrichtung begrüßt.

Den Winter wird die Fähre nun im „Trockendock“ auf dem kleinen Bauhof in Flaesheim direkt an der Lippe verbringen. Zu Ostern 2017 heißt es dann wieder „Schiff ahoi“.

Vierte Personenfähre

Die Fähre „Maifisch“ ist die Vierte in der neuen Generation der Personenfähren über die Lippe: Die Fähre „Baldur“ in Dorsten hatte im Mai 2005 den Anfang gemacht, es folgte in Wesel der „Quertreiber“. 2013 legte der Lippeverband nach mit der Fähre „LUPIA“ in Hamm-Oberwerries.

Die „Maifisch“ entstand im Sommer 2015 in der Lehrwerkstatt der Firma Hülskens in Wesel unter Beteiligung der Auszubildenden. Die Personenfähre besteht aus verzinktem und lackiertem Stahl, ist rund vier Tonnen schwer, drei Meter breit und 6,50 Meter lang – bei ausgeklappten Rampen misst die Länge sogar 8,50 Meter. Eine Besonderheit: Die Fähre ist in Längsrichtung teilbar, damit sie normal auf der Straße transportiert werden kann. Andernfalls müsste sie wegen ihrer Überbreite mit großem Aufwand als Sondertransport gefahren werden. Vor dem Zu-Wasser-Lassen werden zuerst die beiden Hälften miteinander verbunden.

Namenswettbewerb

Im September 2015 wurde die Lippefähre auf den Namen „Maifisch“ getauft. Im Rahmen eines Wettbewerbes hatten der Lippeverband, die Stadt Haltern und der Heimatverein Flaesheim die Bevölkerung zu Namensvorschlägen aufgerufen.

Aus vielen Einsendungen wurde am Ende der Name „Maifisch“ ausgewählt, denn dieser hat einen besonderen Bezug zur Lippe. Der Maifisch war vor hundert Jahren im ganzen Rheinland weit verbreitet und als Speisefisch geschätzt. Heute gibt es nur noch Restbestände der Art im südfranzösischen Girondegebiet. Zur Wiederansiedlung des Maifisches im Rhein-System sind seit 2012 große Mengen Larven in die Lippe eingesetzt worden.

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