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Die Stadt hat große Pläne rund um den Stausee

Presse-Radtour

HALTERN Mit der Fertigstellung der Antoniusbrücke erfüllte sich für Haltern ein lang ersehnter Wunsch. Es gibt jetzt einen gefahrlosen und komfortablen Fuß- und Radweg um den Stausee. Die Stadt hat aber noch weitere große Pläne rund um ihr Markenzeichen.

von Von Thomas Liedtke

, 06.08.2010
Die Stadt hat große Pläne rund um den Stausee

Wolfgang Kiski (l.) erläuterte den Pressevertretern (im Bild Thomas Liedtke) die Pläne für die Hullerner Straße.

Bürgermeister Bodo Klimpel und seine Dezernenten luden am Donnerstag Vertreter der Presse zur Fahrradtour um den See ein. Ziele waren dabei jene Stellen, an denen sich in den nächsten Jahren viel tun soll. Der See schlägt Wellen – unter diesem Titel will die Stadt die Verbindung zwischen Innenstadt und Stausee attraktiver gestalten. Die Bahnunterführung am Ende der Alten Hullerner Straße soll nicht mehr als dunkle Schlucht erscheinen. Der Plan sieht vor, den Weg durch die Grünanlagen langsam auf das Niveau der Unterführung herab zu führen. Die Seitenwände sollen dabei nicht in grauem Beton gestaltet werden, sondern durch wellenförmige Grünanlagen einen einladenden Charakter bekommen.

Ein blaues Band – vermutlich mit LED-Beleuchtung – soll den Weg zum See kennzeichnen. Möglicherweise wird hier auch Wasser fließen. Diese Frage werde aber erst in der Ausführungsplanung entschieden, so Baudezernent Wolfgang Kiski. Eine blaue Stele hinter den Bahngleisen soll als weitere Landmarke den Weg zum Ufer des Stausees weisen. Das Land hat das Projekt in seine Förderliste aufgenommen, einen konkreten Förderbescheid erwartet die Stadt in den nächsten Monaten. Kiski geht davon aus, dass es im nächsten Jahr los gehen kann.

An der Stadtmühlenbucht wird seit vielen Jahre ein weiteres Großprojekt vorbereitet. Statt des Bahnüberganges Strandallee wird hier eine Unterführung geplant. Um das vorgefertigte Brückenbauwerk an seinen Platz zu rücken, hat die Bahn bereits für Mitte 2012 eine Unterbrechung des Bahnverkehrs angemeldet. Genau 77 Stunden fahren dann keine Züge. Europaweit werden darauf die Fahrpläne abgestimmt. Geschlossen werden auch die Bahnübergänge „Zu den Mühlen“ und „Im Mühlbachtal“. Als Fuß- und Radwegverbindung zum Westuferpark soll es Bereich des Dreiecks Sixtus-/Johannesstraße eine weitere kleine Unterführung geben. Mit dem Umbau der Strandallee will die Stadt den gesamten Bereich der Stadtmühenbucht aufwerten.

Der Seestern soll als Hotelstandort erhalten bleiben. Das hat die Stadt planungsrechtlich festgelegt – und darüber besteht jetzt wohl auch Konsens mit den Eigentümern des maroden Gebäudes. Rund 18 Millionen Euro will hier ein Investor ausgeben, um ein Wellness- und Tagungshotel mit 145 Zimmern sowie rund 25 kleinere Ferienhäuser zu bauen. Neben der Fläche des Hotels (4000 qm) werden dazu auch Grundstücke der Stadt (22 000 qm) und von Gelsenwasser (13 000 qm) gebraucht. Die aktuellen Planungen sehen ein fünfgeschossiges Gebäude vor. Ab dem zweiten Stock hat man nicht nur einen Blick auf den Stausee, auf der anderen Seite liegt das ebenso schöne Vorstaubecken vor dem Betrachter. Die Ferienhäuser sollen eine Größe von 64 Quadratmetern haben. Vertraglich will die Stadt Haltern festlegen, dass hier keine Dauerwohnungen entstehen. Am Stauseeufer wird das Hotel möglicherweise eine eigene kleine Marina bekommen.

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