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Drucker-Lehrlinge benötigen ein neues Fass

Gautschfest

Die eiskalte Sündenbefreiung der Kornuten, alljährlich auf dem Halterner Marktplatz als Gautschfest zelebriert, steht auf dem Spiel. Das Fass ist kaputt.

HALTERN

von Von Elisabeth Schrief

, 25.08.2010

Gautschmeister Dieter Hagenhoff machte sich schon vor der Zeremonie am Samstag deutschlandweit auf die Suche nach Ersatz.

700 Euro werden benötigt Er hatte tatsächlich Erfolg, unter anderem dank Böttchermeister Felix Heisterkamp (84) aus Borken und Druckerlehrling Alexander Justa aus Hamm-Bossendorf. In Holland steht ein Fass, in Haltern liegen seit Samstag 583,97 Euro Spendengelder bereit. Aber die Summe reicht nicht: Das neue Fass kostet 700 Euro. Alexander Justa marschierte Samstag als lebende „Litfass-Säule“ durch die Tischreihen und Einkaufsstraßen: „Im Jahre 2012 möchte ich ins Fass, doch leider verliert es das kühle Nass.“ Was Simone Ferdinand (Mediengestalterin beim Kreis) aufs Plakat gedichtet hatte, zeigte Wirkung. Gäste des Festes sowie umliegender Gastronomie und Geschäfte steckten Klimpergeld und Scheine in ein von Felix Heisterkamp zur Verfügung gestelltes Spendenfass. Kassensturz Montag war in seiner Borkener Werkstatt Kassensturz. „Wir sind glücklich über diese Spenden“, sagt Dieter Hagenhoff. Er dankt allen, die gegeben haben, und hofft auf weitere Zuwendungen. „Wir gautschen jetzt schon im 18. Jahr und möchte diese Tradition in Haltern gerne fortführen.“ Gut gepflegt Das alte Fass hat schon viele Jahrzehnte mehr „auf dem Buckel“. Für den Gautschmeister aus Lippramsdorf grenzt es fast an ein Wunder, dass es so lange durchgehalten hat. Dieter Hagenhoff führt das auf die gute Pflege der Diakonie Recklinghausen zurück. Sie nimmt das Fass nach jedem Gautschfest wieder in Pflege ebenso wie die Kostüme. In Dieter Fries, dem Druckereileiter der Diakonie, hat Dieter Hagenhoff einen wichtigen Verbündeten.

Alle am Gautschfest Beteiligten hoffen sehr, dass das finanzielle Loch gestopft werden kann und die Kornuten aus dem grafischen Gewerbe im nächsten Jahr wieder ins Fass getaucht werden können. „Das Druckgewerbe ist keine sterbende Zunft, das Gautschfest soll ebenfalls nicht untergehen“, bittet Dieter Hagenhoff um Hilfe. Info: Tel. 02360-1240

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