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Ehefrau greift im Affekt zu einem Stein

Haltern "Jemandem mit einem Stein vor den Kopf zu hauen, ist nicht lustig." Direkt nach der Urteilsverkündung des Schöffengerichts redete Richter Michael Brechler der Angeklagten ins Gewissen.

15.11.2007

Die 28-Jährige war mit der Mindeststrafe davon gekommen: Sechs Monate auf Bewährung wegen gefährlicher Körperverletzung sowie 40 Stunden gemeinnützige Arbeit. Das hatte vor allem einen Grund: Die einzige Zeugin - die Geschädigte - hatte auf eine Anzeige verzichtet. "Ich möchte nur, dass die Sache endlich vorbei ist", erklärte die ebenfalls 28-Jährige, die in Haltern wohnt. Gleichzeitig erneuerte sie den Verzicht auf Schmerzensgeld und Schadensersatz. Die Wege der beiden Frauen kreuzten sich im Februar 2006. Die Angeklagte besuchte ihren Mann im Sixtus-Krankenhaus. Auf dem Parkplatz bemerkte sie das Auto der Geschädigten. Die vierfache Mutter wartete, um die Halternerin zur Rede zu stellen. Grund war das Verhältnis der Geschädigten mit dem Ehemann. "Ich habe die Affäre 2002 entdeckt und wusste, dass sie nicht beendet war", erklärte die gebürtige Hertenerin weiter. "Lass meinen Mann in Ruhe", hätte sie der Halternerin dann gesagt. Die habe daraufhin aber "patzige Antworten" geben. Da habe die Angeklagte einen Stein aufgehoben und der Geschädigten auf den Hinterkopf geschlagen. "Ich wolle ihr nicht noch weiter weh tun und habe deshalb den zweiten Schlag gegen das Auto gerichtet", erklärte die Mutter, warum sie eine Scheibe des Autos der Geschädigten eingeschlagen habe. Die blutende Halternerin hätte dann der Ehemann, der in der Zwischenzeit auch auf dem Parkplatz erschienen war, ins Krankenhaus gebracht und seine Ehefrau gedrängt, nach Hause zu fahren. Auf dem Rückweg kam diese dann erneut am Auto der Geschädigten vorbei und nahm deren Handy, Portmonee und Schlüssel an sich. "Ich wollte sie nur ärgern" erklärte die mehrfache Mutter. Am Tag darauf hatte der Ehemann die Wertsachen wieder zurück gegeben. "Was anderes ist nicht nachzuweisen", so Brechler, der darauf hinwies, dass die Angeklagte bereits zweimal wegen Diebstahls verurteilt worden war. Zur Urteilsbegründung fügte der Richter zusätzlich an, dass er von einer Tat im Affekt ausgehe. DM

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