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Ein Leben lang auf der Suche

HALTERN/VELEN Der Mensch hat, so sagt Schriftsteller Arno Schmidt, in seinem Leben 30 000 Tage zur Verfügung. „Es ist gut, wenn wir in dieser Zeit ein Depot mit kostbaren Momenten ansammeln."

von Von Elisabeth Schrief

, 15.08.2008
Ein Leben lang auf der Suche

Bürgermeister Bodo Klimpel wünschte Cordula Schröer, freischaffende Künstlerin aus Velen-Ramsdorf, viel Freude an der Ausstellung in Haltern.

Cordula Schröer selbst sorgte Donnerstagabend im Alten Rathaus mit der Eröffnung ihrer Ausstellung für einen solch schönen Augenblick. Familie, Freunde, ehemalige Kollegen der Realschule Velen-Ramsdorf und Halterner Gäste kamen, um die Freude über eine gelungene, facettenreiche Präsentation mit ihr zu teilen.

Bürgermeister Bodo Klimpel wünschte der freischaffenden Künstlerin aus der „nahen Nachbarschaft“ viel Freude an dieser Ausstellung und eine gute Resonanz. Die 30 überwiegend großformatigen Exponate, die sich zu „Moments of Excellence“ zusammenfügen, nannte er ambitioniert, schön und eindrucksvoll.

Cordula Schröer honorierte in einer bewegenden Rede die Möglichkeit, sich in Haltern vorstellen zu können. Die Idee entstand in einem weniger schönen Moment: Als Realschulrektor Franz Schrief und der Lehrerrat ihr wegen einer schweren Erkrankung die Urkunde zur Versetzung in den vorzeitigen Ruhestand überreichten. Anfangs sei sie skeptisch gewesen, dann ließ sie sich von den Vorbereitungen beflügeln. „Arbeit hilft, die eigene Wirklichkeit zu finden, die anderen sehen immer nur die Außenseite“, zitierte die 51-Jährige den Schriftsteller Joseph Conrad.

Die Arbeit als Künstlerin ist für sie eine Möglichkeit des Selbstausdrucks in guten und weniger guten Phasen. Ihr Leben lang sei sie auf der Suche nach einer eigenen Palette, eigenen Formen und Elementen sowie eigener Bildsprache gewesen. „Die Zusammenfassung sehen Sie heute.“ Cordula Schröer dankte den Gästen für ihr Kommen sowie Stadt und Familie für begleitende Hilfe. Die schöne Atmosphäre untermalten Hanne Feldhaus-Tenhumberg (Flöte) und Florian Sander (Gitarre) mit einfühlsamer Musik

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