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Halterner Siedlungen können nicht wachsen

Vorgaben der Landesregierung

Die Halterner Politik hat der Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes (FNP) einstimmig zugestimmt, um die weitere städtische Entwicklung nicht gänzlich zu gefährden. Eine Ratsmehrheit sieht aber die Vorgaben der Landesregierung äußerst kritisch. Siedlungen unter 2000 Einwohnern sollen nicht weiter wachsen.

HALTERN

, 05.10.2016
Halterner Siedlungen können nicht wachsen

Luftbild Stadtmühlenbucht Stausee Haltern-Mitte

Im neuen FNP soll unter anderem festgelegt werden, dass Siedlungen unter 2000 Einwohnern nicht weiter wachsen sollen. Anlässlich der abschließenden Beratung über den FNP nahm CDU-Fraktionschef Franz Schrief im Rat noch einmal ausführlich zu der Problematik Stellung. Die CDU sieht kleine Siedlungen wie Bergbossendorf, Holtwick, Lünzum, Hennewig oder Tannenberg von weiterer Entwicklung ausgeschlossen.

„Hier erfolgt eine Ausweisung ausschließlich als Landwirtschaftsfläche. Künftige Generationen können in diesen Bereichen nur unter erschwerten Bedingungen oder gar nicht mehr an ihrem Heimatstandort bauen“, erklärte er. Die Größenordnung der Wohnbau- und Gewerbeflächen, wie sie die Landesplanung vorsehe, reiche in Haltern überhaupt nicht aus. Es sei offensichtlich der Wille der Landesregierung, kleinere Siedlungen systematisch zu benachteiligen.

Außerdem sei es nicht nachvollziehbar, dass die Stadt Dülmen weitaus mehr Flächen zur Entwicklung zugewiesen bekommen soll. Dies sei allein darauf zurückzuführen, dass Dülmen der Bezirksregierung Münster unterstellt sei, während Haltern zum Regionalverband Ruhr gehöre. Bis auf die Grünen teilen die übrigen Fraktionen diese Sichtweise der CDU. Die SPD nahm die Anregung auf, in Gesprächen mit Parteikollegen, die Regierungsverantwortung tragen, auf die Nachteile für die Stadt Haltern hinzuweisen und Nachbesserung zu fordern.

Maaike Thomas verteidigte für die Grünen die Ideen, die durch den neuen FNP umgesetzt werden sollen. Es mache durchaus Sinn, dass „Splittersiedlungen“ nicht weiter wachsen. Ein Mehr an Wohnbebauung ziehe als Folge nämlich immer auch die entsprechende Infrastruktur und den Verkehr nach sich. Die Landesregierung habe sich dafür entschieden, „nicht weiter in die Fläche zu gehen“.

Der Flächennutzungsplan (FNP) legt die allgemeine Art der Nutzung von Grundstücken, zum Beispiel Landwirtschaft, Wohnbauflächen oder Wald im Stadtgebiet fest.

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