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Hullerner bewiesen präzise Schnelligkeit

FLAESHEIM Was wie ein harmloser Wettkampf aussah, verbarg Anforderungen aus dem Alltagsleben eines Feuerwehrmanns.

von Von Ellen Adam

, 13.08.2008
Hullerner bewiesen präzise Schnelligkeit

Die Aufgabe des DLRG lautete: "Löschen der Fackeln am anderen Ufer". Mit dem Kanu setzte die Mannschaft des Sythener Löschzugs (v.l. Markus Bußmann, Tobias Wilken, Christoph Wessel und Markus Hölper) über den Kanal. Bei drei Paddeln eine Frage der Koordinierung, zügig voranzukommen. Und dann der Gedankesblitz: Nicht nur der Feuerlöscher, auch das Kanalwasser eignet sich zum Löschen!

Am Samstag richtete der Flaesheimer Löschzug rund um den Ortsteil acht Stationen ein, die den ganzen Mann und die Feuerwehrfrau forderten. Sieger wurden die Hullerner, die ihre Aufgaben am schnellsten bewältigten.

Erstmalig nahmen an der jährlich stattfindenden Rallye nicht nur Löschzüge der Feuerwehr Haltern, sondern zwei Jugendfeuerwehrgruppen sowie Mannschaften aus dem brandenburgischen Verneuchen, Oer und Rapen teil. „Um die Kasse der Jugendgruppen zu füllen, ist die Veranstaltung öffentlich“, freute sich Löschzugführer Hubertus Natrop über Schaulustige, die die elf Mannschaften während des fußläufigen Parcours rund um Flaesheim begleiteten und am Abend die Sieger feierten: Dem Löschzug Hullern folgten die Lavesumer auf Platz 2. Haltern Mitte-2 sicherte sich Rand 3.

Nicht nur Schnelligkeit, auch Präzision war gefragt. Einen Bulli über 50 m zu ziehen, war noch eine der leichteren Aufgaben. Mit dem Kanu über den Kanal zu setzen und mit drei Paddeln rhythmisch zu rudern, erforderte mehr Geschick. Mit einem Feuerlöscher im Boot sollten drei Fackeln gelöscht werden. Dass auch das Kanalwasser zum Löschen geeignet ist, verhalf den Sythenern am Ende zum schnellen Löscherfolg. Ruckzuck in die Uniform und ab zur Krankentrage hieß es an anderer Stelle. Handschuhe vergessen? Punktabzug! Auch wer die C-Rohre nach Angriffseinsatz nicht ordentlich wieder aufrollte, hatte schlechte Karten.

Über das Punktevergabesystem der Feuerwehrrallye schweigt Markus Burrichter. Er organisierte die Veranstaltung federführend: „Es kommt vor allem darauf an, die Aufgabe zu erfüllen und Teamfähigkeit zu beweisen“. Ganz besonders beim Leiterparcours etwa hieß es, Gehorsam zeigen. Denn nur der Kommandeur konnte durch eine klare Ansage verhindern, dass die Leiter beim Transport die enge Begrenzung berührte. Während die DLRG für die Kanalaufgabe zuständig war, ließ das THW Bergmulden über einen Flaschenzug transportieren. Spaß hatten alle – vor allem die Jugendgruppen, die ein wenig „Einsatzluft“ schnupperten. 

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