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Kein "Windhundprinzip" bei Windkraftanlagen

Kompromisslösung

Wenn es um die Standortnutzung in Sachen Windvorrangzonen geht, stehen Landschafts- und Umweltschutzgesichtspunkte im Vordergrund. "Wenn man sich nur nach der Rechtssituation richtet, können am Ende alle verlieren", sagte Hans Görß von der Kreisverwaltung.

HALTERN

von Von Silvia Wiethoff

, 06.06.2012

In Sachen Halterner Windvorrangzonen laufen derzeit die Drähte zwischen Stadt- und Kreisverwaltung als Genehmigungsbehörde heiß. Der Leiter der Unteren Emissionsschutzbehörde beim Recklinghäuser Kreis, Hans Görß, bestätigte, dass die optimale Standortausnutzung unter Landschafts- und Umweltschutzgesichtspunkten im Vordergrund steht. Die beantragten Windkraftanlagen mit jeweiligen Gesamthöhen zwischen 126 Meter und 200 Meter sollen nach Möglichkeit nicht nach dem „Windhundprinzip“ (=der Erste setzt sich durch) errichtet, sondern als Kompromisslösung aller Beteiligten auf die verschiedenen Windvorrangzonen verteilt werden.„Richtet man sich nur nach der Rechtssituation, könnten am Ende alle verlieren“, machte Görß aus Erfahrung deutlich. Über die von der Stadt aufgebenen Vorrangzonen in Hullern (Zone V) und nördlich von Lippramsdorf (I) wird nicht verhandelt. Die Hullerner Fläche wurde vom Kreis bis zum 30. September 2012 zurückgestellt. Für zwei beantragte Windräder in der Liprramsdorfer Zone I erteilte der Kreis einen Ablehnungsbescheid, für ein weiteres wurde der Antrag zurückgezogen. Mit der Aufstellung eines Bebauungsplanes und einer Veränderungssperre wurde die Planung für die übrigen Zonen von der Stadt Haltern und der Politik vorangetrieben. In der Zone II östlich Lippramsdorf-Freiheit sind vier Anlagen geplant. Für zwei Anlagen hat der Kreis bereits einen Vorbescheid erlassen.

Ein ursprünglich im Wald nördlich der B 58 vorgesehenes Windrad wird nicht gebaut. Weil der Kreis dem Antragsteller signalisierte, dass sein Vorhaben so gut wie keine Erfolgsaussichten hat, zog dieser seinen Antrag zurück. Östlich der A 43 in Lavesum (Zone III) sind sieben Anlagen beantragt. Westlich von Sythen (Zone IV) sollen vier Windräder zum bereits existierenden hinzukommen. „Ich bin guten Mutes, dass die Feinabstimmung und die Gespräche zwischen allen Beteiligten zum Erfolg führen werden“, teilte Hans Görß über den aktuellen Stand des Planungsprozesses mit. 

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