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Kirche reduziert den Trägeranteil

HALTERN Weil die katholische Kirche ihren Trägeranteil bei den Kindergärten von 20 % auf 12 % herunterfährt, muss die Stadt Haltern tiefer in ihre Haushaltskasse greifen.

von Von Silvia Wiethoff

, 22.08.2008
Kirche reduziert den Trägeranteil

Die Stadt muss für Kindergartenplätze tiefer in die Tasche greifen.

Mit Bauchschmerzen stimmten die Fraktionen im Ausschuss für Kinder, Jugendliche, Familien, Senioren und Soziales am Donnerstag dieser Lösung zu. Eine Alternative gab es nicht. Um die kirchlichen Träger gleich zu behandeln, wurde der verringerte Betriebskostenzuschuss auch der evangelischen Kirche zugebilligt.

Vergeblich hatte die Halterner Verwaltung gemeinsam mit anderen Städten im Münsterland versucht, die bischöfliche Verwaltung in Münster zum Einlenken zu bewegen. „Sie hat sich keinen Zentimeter bewegt“, bestätigte der erste Beigeordnete Hans-Josef Böing. Die katholische Kirche lehnt sich bei ihrer neuen Berechnung an die Kindpauschalen an, die im Kinderbildungsgesetz vorgegeben sind. Vor dem Hintergrund sinkender Steuereinnahmen sah sie sich zu diesem Schritt gezwungen.

Bisher wurde für 1500 Gemeindemitglieder je eine Kindergartengruppe eingerichtet. Jetzt stellt der katholische Träger einen Kindergartenplatz für 60 Katholiken zur Verfügung. Alle weiteren Plätze werden als so genannter Überhang nicht mehr gefördert. Statt 300 000 Euro wie im Jahr 2007 sinken die Zuschüsse an die Stadt im Jahr 2009 auf 252 00 Euro. Dem Ausbau von fünf Kindertageseinrichtungen mit dem Ziel, mehr Betreuungsplätze für unter Dreijährige einzurichten, stimmte der Ausschuss ebenfalls zu. Die Fraktionen befürworteten, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf vor Ort zu fördern.

Die Stadt erwartet für die Projekte 630 871 Euro Zuschüsse vom Land. Der Eigenanteil wird voraussichtlich 70 097 Euro betragen. Für den Ausbau vorgesehen sind: Kindergarten St. Laurentius II, Kindergarten St. Joseph Sythen, Ev. Anne-Frank-Kindergarten, DRK-Kindergarten Sythen und städtische Kindertageseinrichtung Holtwick. Die jeweilige Erweiterung ist mit dem Kindergartenbedarfsplan abgestimmt. Der Ausbau an anderen Standorten kann weiterhin beantragt werden.

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