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Kommunikation muss funktionieren

Ausländische Pflegekräfte

HALTERN Bundesweit zeichnet sich die Entwicklung ab, dass in deutschen Pflegeheimen zunehmend Arbeitskräfte beschäftigt werden, denen die Kommunikation auf Deutsch schwer fällt. Doch geht diese Entwicklung auch in Haltern vor?

von Von Stephen Kraut

, 06.08.2010
Kommunikation muss funktionieren

Bärbel Meissner achtet sehr auf eine gute Kommunikation mit den Bewohnern des Altenwohnheims St.Anna.

Im St. Sixtus Krankenhaus ist von einer derartigen Entwicklung nichts zu spüren. „Zwar beschäftigen wir einige Mitarbeiter, die nicht in Deutschland geboren sind, doch alle sind der deutschen Sprache voll und ganz mächtig“, sagt Erika Schittek, Pflegedirektorin des St. Sixtus Krankenhauses. Weiter gebe es in dem Arbeitsverhalten der ausländischen Kräfte keine Beanstandungen.

  „Sie sind sehr motiviert und erledigen ihre Aufgaben ordentlich“, so Erika Schittek. Gründe dafür, dass Haltern nicht dem bundesdeutschen Trend folgt, kennt die Pflegedirektorin auch: „Wir haben nicht so viele Bewerbungen von ausländischen Bürgern. Wenn aber welche eingehen, sind es meistens Menschen mit sehr guten Deutschkenntnissen.“ Einen anderen Grund nennt sie lachend: „Haltern ist ein bisschen wie die Insel der Glückseligkeit: Es gibt dahingehend einfach keine Probleme.“ Ist die Situation in Altenwohnheimen anders? „Das kann ich nicht bestätigen“, sagt Heinz-Josef Krusel, Geschäftsführer der Altenwohnheime St. Sixtus und St. Anna.

„Die Kommunikation mit den Bewohnern ist sehr wichtig, schließlich sollen sie sich wohlfühlen.“ Franz-Josef Hemsing, Leiter der Häuser St. Sixtus und St. Anna, fügt hinzu: „Dabei geht es nicht nur um das Gesprochene selbst, auch Tonfall und Stimmlage müssen beachtet werden.“ Zwar gebe es auch Pflegekräfte mit Migrationshintergrund in den Häusern, doch diese hätten keine Probleme, sich zu verständigen. Im ASB Seniorenzentrum Kahrstege sprechen ebenfalls alle ausländischen Mitarbeiter gutes Deutsch, weiß Julia Tuschmann, Leiterin des Zentrums. „Vielleicht ist ein bisschen Akzent heraus zu hören, aber das ist bei Menschen aus Sachsen oder Bayern ja ähnlich.“

Allerdings besteht ein anderes Problem: „Es ist manchmal auch ein bisschen schwierig“, so Julia Tuschmann. „Es gibt ältere Menschen, die, aufgrund ihrer Kindheit, eher distanziert gegenüber ausländischen Pflegekräften sind. Aber diese Zurückhaltung bauen wir in Ruhe ab und dann gibt es meistens keine Probleme mehr zwischen den Bewohnern und dem Personal.“

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