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Landwirte freuen sich über höhere Erträge

HALTERN Die Landwirte sind mit dem Sommer zufrieden, bescherte ihnen das Klima doch eine Getreideernte mit im Durchschnitt 15 Prozent höheren Erträgen.

von Von Silvia Wiethoff

, 28.08.2008

Heinz Hagemann, Vorsitzender des landwirtschaftlichen Ortsvereins Sythen, bestätigte die bundesweit positive Bilanz für die Halterner Bauern. Während das Wetter im Osten der Republik mit einer langen Trockenphase im Frühjahr für Mindererträge sorgte, fiel vor Ort genügend Regen und es entwickelten sich genügend ehrentragende Halme. Bei der Gerste wurde sogar bis zu 20 % mehr eingefahren. Von einem Super-Erntejahr will Hagemann dennoch nicht sprechen. Nur im Vergleich zum Vorjahr mit gravierenden Mindererträgen sei das laufende außerordentlich verlaufen. „Im langfristigen Mittel hatten wir diesmal eine gute Ernte“, betonte der Sythener.

Relativiert wird die Erfolgsnachricht außerdem durch die Energiekosten. Diese fressen einen großen Teil der höheren Erlöse auf. Wie die Pendler sind die Landwirte von den gestiegenenen Benzin- und Dieselpreisen betroffen. Ein Traktor verbraucht bei der Feldarbeit pro Stunde zwischen 15 und 20 Liter Diesel. Horrend gestiegen sind auch die Preise für Düngemittel. Im Durchschnitt fallen Mehrkosten in Höhe von 70 bis 80 % an, bei Kali sogar 100 %. Weil zum Beispiel die Volksrepublik China und andere Schwellenländer einen erhöhten Bedarf an Düngemitteln haben, kommt es zu einer weltweiten Verkanppung und Verteuerung dieser Produkte. Zusätzlich wurden Produktionsstätten in Osteuropa geschlossen, weil diese nicht mehr wirtschaftlich arbeiteten.

Ebenfalls begehrt ist Getreide auf dem Weltmarkt. Zum einen wird aufgrund von Bevölkerungswachstum immer mehr benötigt. Zum anderen wird Getreide als Treibstoff verwendet. „Tank oder Teller“, fasste Hagemann diese Entwicklung zusammen. Der Anbau aus Haltern landet in der Regel nicht auf direktem Weg auf dem Tisch der Verbraucher. Zu 95 % werden die Getreidesorten verfüttert. Umgewandelt in ein saftiges Schnitzel findet der Weizen dann doch noch seinen Weg in die Nahrungskette des Menschen

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