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Lange Debatte um die neue Dorfmitte Sythen

Stadtentwicklungsausschuss

Eigentlich ging es im Stadtentwicklungsausschuss nur um Beschlüsse über die Beteiligung der Bürger sowie der Träger öffentlicher Belange und den städtebaulichen Vertragsabschluss mit Stroetmann zur Entwicklung des Ortsmittelpunktes. Aber die Politiker kamen mit vielen Fragen in die Sitzung.

HALTERN

von Von Elisabeth Schrief

, 14.06.2012
Lange Debatte um die neue Dorfmitte Sythen

So soll die Dorfmitte Sythen einmal aussehen.

Auf mehr als einstündige Erläuterungen durch Planer und Architekten zur neuen Dorfmitte Sythen folgte am Donnerstagabend eine ebenso lange detailreiche Diskussion durch die Politik. Manfred Ernst wunderte sich sehr, "dass wir schon vor der Offenlage den Abwägungsprozess erörtern". Dass der heutige Dorfplatz keine Aufenthaltsqualität besitzt und ein großflächiger Einzelhandel für einen Ort mit bald mehr als 6500 Einwohnern her muss, steht für die Parteien außer Frage. "Zu einem Dorf, das leben soll, gehört ein Vollsortimenter", betonte Maaike Thomas (Bündnis 90/Die Grünen). Aber man müsse erreichen, dass die Sythener die Neugestaltung akzeptieren und als Gewinn ansehen. Die Grünen werden, so kündigte Maaike Thomas an, u.a. besonders auf die Begrünung der Mitte achten, auf ein ansehnliches Marktdach ohne Aufbauten und eine Anpassung an die vorhandene Dorfstruktur.Manche Kritik "ungebührlich"

Architekt Christoph Ellermann und Martin Rogge von der Stadtraum-Architektengruppe Münster beschrieben ausführlich die geplante Struktur der künftigen Mitte Sythens mit Edeka-Markt, neuem Kindergarten und verändertem Dorfplatz. Bernd Ostrowski (CDU) begrüßte die Transparenz, ärgerte sich allerdings über öffentliche, "ungebührliche Kritik", es werde hinter verschlossenen Türen Politik gemacht. CDU, Grüne, FDP und WGH stimmten für die nächsten Verfahrensschritte, die SPD enthielt sich. "Grundsätzlich unterstützen wir die Dorferneuerung, aber wir sind mit der Verfahrensabwicklung unzufrieden und halten einige Nachbesserungen vor der Offenlage für dringend nötig", erklärte Heinrich Wiengarten. Die SPD ärgerte sich insbesondere auch über die späte Zustellung der Unterlagen, eine intensive Beratung sei in den Fraktionen nicht möglich gewesen.

Die anwesende Sythener Bürgerinitiative verfolgte wortlos die Debatte, ihr Widerstand bleibt ungebrochen. Sie holte sich zwar bereits Rechtsbeistand, will aber nun erst die Ergebnisse der Offenlage abwarten.

 

 

 

 

 

Die Pläne liegen vom 28.6. bis 13.7. in der Bauverwaltung aus. Am 5. Juli findet ein Bürgergespräch im Rathaus statt.

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