Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Lange Haftstrafen für brutale Spielhallen-Räuber

Verteidiger will Revision einlegen

Mit Haftstrafen von siebeneinhalb beziehungsweise acht Jahren ist am Essener Landgericht der Prozess um eine Serie von zwölf bewaffneten Raubüberfällen in Dorsten und der ganzen Region zu Ende gegangen.

HALTERN/ESSEN

21.11.2014

Anders als von der Staatsanwaltschaft gefordert, ließen die Richter mit ihrer Entscheidung noch einmal Milde walten. Wäre es nach der Anklagebehörde gegangen, hätten am Ende Haftstrafen von neuneinhalb beziehungsweise zehn Jahren stehen sollen.

Die Richter begründeten ihren Schritt jedoch mit den umfassenden Geständnissen der Angeklagten. Die Männer hatten eingeräumt, Anfang 2013 ein Dutzend Spielhallen und darüber hinaus eine Tankstelle und einen Supermarkt überfallen zu haben. Bei ihren Raubzügen waren die Täter äußerst skrupellos vorgegangen. In fast allen Fällen hatten sie die Angestellten mit Waffen bedroht, mit Pfefferspray außer Gefecht gesetzt und in die Toilette gesperrt. Einer älteren Spielhallen-Aufsicht, die schon zum dritten Mal überfallen worden war, war der Schock auch am Freitag noch ins Gesicht geschrieben. Verteidiger Clemens Louis will Revision einlegen. Er hatte auf unter sechs Jahre Haft gehofft.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt