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Mandolinenklänge eröffneten Gitarrentage

SYTHEN Hingebungsvoll flirtete die Mandoline mit der Gitarre. Aber auch zwei Epochen, zwischen denen eigentlich ein tiefer zeitlicher Graben liegt, verflossen ineinander. Barocke Klänge trafen im Sythener Schloss auf zeitgenössische amerikanische Komponisten wie Will Ayton oder Brian Head. Mit dieser ungewöhnlichen, aber auch spannungsvollen Konzeption eröffnete Dr. Horstfried Masthoff seine neue Konzertreihe, die Sythener Gitarrentage.

10.08.2008
Mandolinenklänge eröffneten Gitarrentage

Caterina Lichtenberg und Mirko Schrader gelang es, barocke Klänge und neuzeitliche amerikanische Musik in einem Konzert zu vereinen.

 In der verhältnismäßig kleinen Räumlichkeit rückten die Zuhörer nahe an die Küntsler und konnten denen beim Zupfen der Saiten im wahrsten Sinne auf die Finger schauen. Ein Konzert für Auge und Ohr also. Die beiden, die dort vorne saßen, haben sich aber auch in großen Sälen der Welt einen Namen gemacht. Professorin Caterina Lichtenberg hat in Köln den europaweit einzigen Lehrstuhl für Mandoline inne. Mirko Schrader ist Preisträger diverser internationaler Gitarrenwettbewerbe. Im Studium lernten sich die beiden kennen und bewiesen gestern ihre jahrelang erprobte musikalische Harmonie. Allerdings gab es auch zwei Soli, in denen sie ihr individuelles Können demonstrierten. Die beiden Konzerthälften gliederten sich jeweils in einen Barock-Teil und einen neuzeitlichen Teil, welche die Musiker auch mit unterschiedlichen Instrumenten bestritten. Die Sonata G-Dur zupfte Lichtenberg mit dem Federkiel einer Möwe und es schien, als würde jede einzelne Saitenberührung im Ohr widerhallen. Minuten später huschte sie dann voller Hast und doch präzise über ihr Instrument und die Musik wurde zum rauschenden Fluss. Die amerikanischen Passagen klangen nicht nur anders, sondern schienen auch komplexere Stimmungsmuster zu weben. Da gab es Verträumtheit im Stil von „Simon and Garfunkel“, aber auch ein emotionales Drama, dessen Ende wie ein ausgelassener Stepptanz klang. Einige Passagen erinnerten an moderne Balladen.

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