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Niemand will die Fähre "Antonia" haben

Käufer gesucht

Erst mit Ungeduld erwartet, dann mit relativ viel Lob überschüttet, nach gut vier Monaten schon wieder ausgemustert: Niemand will die Fähre "Antonia" haben.

HALTERN

von Von Elisabeth Schrief

, 20.08.2010
Niemand will die Fähre "Antonia" haben

Die Fähre "Antonia", hier auf Jungfernfahrt, wartet weiter auf Kaufinteressenten.

Von Juli bis November 2009 brachte sie während der Bauarbeiten an der Antoniusbrücke Fußgänger trockenen Fußes über die Stever. Die Stadt war stolz auf diese Touristenattraktion, aber jetzt sucht sie verzweifelt einen Käufer. Die Fähre hat ihren Zweck als Querungshilfe erfüllt, eine Verlängerung des Betriebes war aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Zunächst meldete ein Angelsportverein sein Interesse an, auch das Lake Side Inn hätte „Antonia“ gern als Partyzone. Aber die Nutzungsmöglichkeiten innerhalb der Wasserschutzzone sind beschränkt.

Außerdem müsste für einen Dauerbetrieb eine massive Zusteigemöglichkeit geschaffen werden. Weiteres Handicap: Die elektrobetriebene Fähre braucht einen Fährmann. Allein aus diesem Grunde nahm die SPD Flaesheim schnell wieder Abstand von ihrem Antrag, die Fähre auf die Lippe in Höhe des Hofes Natrop zu setzen. Sie hofft stattdessen, dass Geld aus dem Verkauf im Rahmen des Projektes „2-Stromland“ in eine handbetriebene Fähre investieren zu können. Dann könnten Fußgänger und Radfahrer unter Einsatz ihrer Muskelkraft von Flaesheim nach Hullern übersetzen.

Die Stadt sucht also weiter nach Interessenten. Sie fasst jetzt sogar ins Auge, „Antonia“ im Internet bei Ebay anzubieten. Zurzeit lagert das 2,50 Meter lange und sechs Meter breite Boot aus Riffelblech auf dem Betriebsgelände von Gelsenwasser. Wegen der langwierigen Bauarbeiten an der Antoniusbrücke suchte die Stadt nach einer kurzfristigen Behelfsmöglichkeiten. Eine provisorische Brücke war zu teuer, so kam der Stadtverwaltung die Fähre in den Sinn. Weil die Idee zündete, fanden sich genügend Sponsoren für das 35 000 Euro teure Bauwerk (inklusive Anleger) aus einer Potsdamer Werft. Und schließlich auch genug Bewunderer.

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