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Pfarrer Weishaupt brach Brautmesse ab

Beschwerden beim Bistum

Die Trauung eines Paares von der Holtwicker Straße am Samstag vor Pfingsten in der Sixtuskirche wurde ungewollt zum Stadtgespräch. Pfarrer Heio Weishaupt brach nach der Trauung die Messe ab, ohne die gewünschte Eucharistie zu feiern. Nicht das Brautpaar, aber Festgäste beschwerten sich bis hinauf zur Bistumsleitung.

HALTERN

von Von Elisabeth Schrief

, 03.06.2012
Pfarrer Weishaupt brach Brautmesse ab

Pfarrer Heio Weishaupt.

Für den verunglückten Gottesdienst hat Pfarrer Weishaupt eine Erklärung: „Ich bin in die Feier mit einem guten Gefühl und innerer Freude gegangen. Als ich aber eine nur sehr geringe Beteiligung bei Gesang, Antworten und liturgischen Handlungen wahrnahm, fuhren meine Emotionen Karussell.“Nach der eigentlichen Trauung und dem anschließenden Lied des Gospelchores wandte er sich deshalb an die Gemeinde: „Das Wichtigste in dieser Stunde ist geschehen, das Brautpaar hat sich das Sakrament der Ehe gespendet. Ich nehme jedoch auch wahr, dass sehr vielen das, was wir hier tun, fremd ist. Das ist kein Vorwurf, das ist einfach so. Ich kann die Heilige Messe in einer solchen Atmosphäre aber nicht feiern.“ Deshalb beendete er nach Fürbitten, Friedenslied und Schlusssegen die Brautmesse.

Pfarrer Martin Ahls nannte die Entscheidung falsch, „aber kein Priester will einem Hochzeitspaar den Tag vermiesen“. Eine einmal abgesprochene Form für einen konkreten Gottesdienst sei allerdings vom Priester einzuhalten, eine spontane Veränderung nicht vorgesehen. „Wichtig ist, dass wir bei all dem respektvoll miteinander umgehen.“ Der Vorfall zeige auch, dass die Gefühle eines Gottesdienstes, sowohl beim Brautpaar als auch beim Pfarrer, nur schwer in Worte zu fassen sind. Dass vieles im Herzen ist, bleibt und auch bleiben muss.“ Pfarrer Weishaupt hat sich inzwischen schriftlich beim Brautpaar entschuldigt. Das Paar hat seine Bitte angenommen.

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