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Philipp Tomczak engagiert sich in Kolumbien

Zivildienst-Alternative

HALTERN Eine fremde Kultur kennen zu lernen, ist für viele Menschen reizvoll. Doch nur wenige von ihnen wagen den Schritt, für eine längere Zeit ins Ausland zu gehen. Philipp Tomczak geht diesen Schritt, um Kindern in Kolumbien zu helfen.

von Von Stephen Kraut

, 11.08.2010
Philipp Tomczak engagiert sich in Kolumbien

Philipp Tomczak geht für ein Jahr nach Kolumbien.

Nach dem Abschluss des Abiturs am Halterner Gymnasiums entschloss Tomczak sich, als Alternative zu seinem Zivildienst für ein Jahr ins Ausland zu gehen. Die Möglichkeit dazu bekam er über die Organisation „Schule fürs Leben“, die seit drei Jahren Jugendliche in verschiedene Länder schickt, um dort insbesondere Kindern in sozialen Nöten zu helfen. Die Organisation entschied sich, den jungen Halterner nach Kolumbien zu schicken. Dort will Tomczak an einer Grundschule arbeiten, die Kinder unterrichtet, die besondere Förderung benötigen, sei es aufgrund von Behinderungen oder besonderer Begabung.

„Ich werde versuchen, die Lehrer dort zu entlasten und eigene Projekte, zum Beispiel in AGs, aufzuziehen“, sagt er über einen Monat vor Reiseantritt. Tomczak selbst hofft, in die Stadt Cúcuta zu kommen. Diese liegt jedoch nahe der Grenze zu Venezuela – ein Gebiet, das momentan als sehr unsicher gilt.   „Cúcuta ist rund 1000 Kilometer von der Stadt Cali entfernt, in der die anderen Jugendlichen aus dem Projekt sind. In Cúcuta wäre ich der Einzige“, so der Halterner. „Aber genau das reizt mich.“ Denn neben der Hilfe für bedürftige Menschen und der Erfahrung, eine völlig neue Kultur kennen zu lernen, freut er sich auf die Erfahrung, bis auf eine Kontaktperson und seine Gastfamilie auf sich allein gestellt zu sein. Für das Jahr in dem südamerikanischen Land sieht sich Tomczak gut vorbereitet. „Ich spreche auch Spanisch, mit der Kommunikation sollte es also ebenfalls kein Problem geben“, ist er zuversichtlich. Die Finanzierung trägt die „Schule fürs Leben“ zu etwa 75 %. Den Rest muss Tomczak selbst bezahlen. Deswegen bittet er um Spenden.    

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