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Platznot in der Halterner Feuer- und Rettungswache

Anbau geplant

HALTERN Improvisieren gehört zum Alltag der Feuerwehrleute. "Es muss sich etwas ändern", sagt Stadtbrandmeister Georg Rohlf, "wir können nicht noch Jahre warten." Die derzeit 66 ehrenamtlichen und 30 hauptamtlichen Kräfte brauchen mehr Platz.

von Von Elisabeth Schrief

, 13.08.2010
Platznot in der Halterner Feuer- und Rettungswache

Die Halterner Feuer- und Rettungswache soll erweitert werden.

Platz zum Beispiel für die Unterbringung ihrer inzwischen umfangreichen Sicherheitskleidung. „Die Kleidung stapelt sich, das ist kein Zustand mehr“, sagt Georg Rohlf. Auch die Atemschutzwerkstatt ist inzwischen viel zu klein.

„Die Kameraden müssen immer häufiger Übungen absolvieren, die Wartung der Geräte geschieht entgegen den Anforderungen auf engstem Raum.“ Chemikalien-Schutzanzüge sollen eigentlich hängen und luftig lagern. Auch das ist an der Koeppstraße nicht möglich. Stadtbrandmeister Georg Rohlf sieht dringenden Handlungsbedarf. Deshalb begrüßt er den Beschluss des Hauptausschusses, das Feuerwehrhaus Haltern-Mitte mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket an- und umzubauen. Geplant ist neben der Renovierung ein 186 Quadratmeter großer Anbau entlang der Holtwicker Straße. Auf der letzten Parkplatzreihe entstehen Umkleideräume und sanitäre Anlagen. Auch für die Feuerwehrfrauen, die sich bis jetzt mehr schlecht als recht behelfen müssen.

Die alten Umkleidekabinen werden zur Atemschutzwerkstatt umfunktioniert, die Atemschutzwerkstatt wiederum zum Desinfektionslager für den Rettungsdienst. Rohlf ist froh, dass der Ausschuss sich nicht vertagt hat. „Bei einem Zeitaufschub fehlen uns am Ende die öffentlichen Mittel, dann wird es schwierig, einen neuen Finanzierungsplan aufzustellen.“ Städtebaulich sei das Vorhaben vielleicht nicht die optimale Lösung. Eine Erweiterung zum Innenhof aber hätte die Bewegungsfreiheit der Wehr eingeschränkt, eine Aufstockung wäre die schlechteste Lösung.Die Tore für die Großfahrzeuge gehen auf den Hinterhof hinaus. Mit einer Bebauung hätte sich die Feuerwehr die Ausfahrten blockiert. „Wir müssten Großgaragen bauen, das hätte den Nachbarn auch nicht gefallen.“ Von den Nachbarn saß Elisabeth Püttmann im Ausschuss. Sie war erstaunt. „Wir leben in relativer Harmonie mit der Wehr. Aber was will man uns auf Dauer noch zumuten?“, fragte sie Bürgermeister Bodo Klimpel.

Nicht die Einsätze sind es, an denen sie Anstoß nimmt. Sondern der tägliche Arbeitslärm auf dem Hof. Statt einer „ad-hoc-Entscheidung“ für einen Anbau wünschte sie sich eine Lösung, die auf Dauer angelegt ist. Eine Auslagerung der Wache wäre ihr am liebsten. Das aber, so weiß Stadtbrandmeister Georg Rohlf aus Nachbarstädten, bedarf einer langen planerischen Vorlaufzeit und vor allem eines millionenschweren Budgets. Da muss Haltern passen. 

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