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Querdeelenhaus zieht nach Dorsten-Lembeck

Für Heimatverein

LIPPRAMSDORF 200 Jahre hat es bereits auf dem Buckel, stand stets friedlich da, harrte der Zeit in massiver Genügsamkeit. Nun zieht es um, mit Stock und Stein. Der Heimatverein Lembeck baut das Querdeelenhaus auf Hof Uhlenbrock ab.

von Von Sonja Kostersitz

, 10.08.2010
Querdeelenhaus zieht nach Dorsten-Lembeck

Macht Platz für die Zukunft: Landwirt Franz-Josef Uhlenbrock übergibt sein historisches Elternhaus dem Lembecker Heimatverein.

Die Stadt verliert ein Urgestein, Lembeck gewinnt ein neues dazu. „Anfang des nächsten Jahres soll‘s losgehen“, hofft Franz-Josef Loick, Vorsitzender des Lembecker Heimatvereins. Dann wird das historische Bauernhaus Stein für Stein abgetragen und auf dem Gelände naturgetreu wieder aufgebaut. Die Federführung wird dabei ein fachlich versiertes Unternehmen übernehmen, „wir machen die Hilfstätigkeiten“, sagt Loick lachend. Schon lange habe man das Bauwerk im Auge gehabt, aber erst vor kurzem hat auch sein Besitzer, der Lippramsdorfer Landwirt Franz-Josef Uhlenbrock, den Umzugsplänen zugestimmt.

„Ich weiß ja doch nichts mehr damit anzufangen“, sagt Uhlenbrock, der mit dem Querdeelen- auch gleichzeitig das eigene Elternhaus abgibt. „Da oben“, sagt der Landwirt und zeigt auf ein kleines, altersschwaches Fenster im ersten Stock, „da war mein Kinderzimmer.“ Doch seit der Modernisierung des Betriebs steht das Haus weiteren Umbauplänen im Wege. Ein Relikt aus vergangenen Zeiten inmitten moderner Landwirtschaftstechnik. Doch das Haus soll seine einstige Bestimmung nicht missen. In Lembeck wieder errichtet, wird es Herberge für historische Landmaschinen sein. „Die platzieren wir im Erdgeschoss“, erklärt ein vorfreudiger Vereinsvorsitzender, „und im ersten Stock sollen Gruppenräume entstehen.“

Ein Gewinn für den Heimatverein, letztlich nur aus einem Verlust entstanden. Im Mai legte ein Brand den Spieker der Lembecker in Schutt und Asche, „alles war hin.“ Immerhin: Die Versicherung zahlte und machte so den Umzug des Lippramsdorfer Kotten möglich. „Kein Glück im Unglück, aber ein Trost“, findet Loick.

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