Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Ruheständler legen sich für Kabinengebäude ins Zeug

SuS Concordia Flaesheim

FLAESHEIM Über 8300 Arbeitsstunden sind es nun, die die SuS-Malocher auf dem Buckel haben. „Und es werden täglich mehr“, sagt Ruheständler Otto Schröder (68). Die Männer arbeiten am neuen Kabinengebäude.

von Von Elke Rüdiger

, 11.08.2010

Am Dienstagmorgen sind dies Erwin Kirschenbaum (62) und Heinz Große-Onnebrink (70), an anderen Tagen Martin Lukasik (nach seiner normalen Schicht) und Bernd Althoff. Je nachdem, wie’s passt, ist es mal einer allein, dann sind es wieder alle fünf. „Wir sind eine super Truppe, da macht die Arbeit richtig Spaß“, erklären die Männer, die als Rentner nicht ihre Hände in den Schoß legen wollen, ihren doch ungewöhnlichen ehrenamtlichen Einsatz. Die Fünf vom Förderverein Kabinenbau erhalten oft auch Unterstützung von den Fußballerinnen und anderen Vereinsmitgliedern. Aber sporadisch.

Das Trio hat sich für Dienstag vorgenommen, einen zusätzlichen Notausgang (aus den Umkleidekabinen) in den langen Schlauchraum zu stemmen. Dafür müssen sie Fliesen abziehen, Mörtel wegräumen, das Loch hauen und sauber ausschneiden. Immerhin muss eine Tür ins Loch. Beruflich waren die heutigen Rentner nicht unbedingt Handwerker, aber sie schauten sich die Tätigkeiten ab, tauschten sich aus, lernten nötige Handgriffe von der Pieke auf. Heute können sie mit Druckkabeln hantieren, Wasserleitungen und Fliesen legen, mauern, Decken verkleiden, Eisenmatten verlegen, Dachziegel werfen oder einschalen. Und wenn dann zum Beispiel seine 16-jährige Enkelin sagt: „Ich werde mal mehr bei Opa schauen, was der so alles macht, da lerne ich alles vom Fahrradflicken zur Hausreparatur“, dann ist das für Heinz Große-Onnebrink ein dickes Lob.

Die Männer können stolz auf das sein, was sie im Schweiße ihres Angesichtes und mit vielen Schwielen an den Händen erreicht haben: Die Kerntruppe des Fördervereins Kabinenbau Flaesheim hat in den rund zehn Monaten reiner Bauzeit („Im Winter mussten wir gezwungenermaßen Urlaub machen, es war einfach zu kalt.“) für das neue Gebäude auf dem Sportplatz von SuS Concordia Eigenleistungen für mehr als 120 000 Euro erbracht. Wenn die Sponsoren weiterhin so mitziehen und den Verein unterstützen, hoffen die Männer, das neue Kabinengebäude für die Frauen- und Mädchenmannschaften „Ostern bis Mai“ übergeben zu können. Äußerlich sieht es schon perfekt aus. Fertig sind Lager-, Getränke-, Eltern- und Aufenthaltsraum, Ball- und Trikotlager, Putzmittelraum, die Elektro-, Gas- und Wasseranlage. Jetzt geht es an die Fertigstellung der beiden Kabinen, Duschräume und Toiletten. Neben weiteren Geldspritzen ist die Material-Fehlliste noch lang: Fliesenkleber, Steckdosen, Schalter, Toilettentüren, Heizkörper, Duschbrauseköpfe, Wasserkräne...

Lesen Sie jetzt